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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Bach-Blüten für Tiere

Autorin: Simone Fischer, Saarstr. 27, 54455 Serrig
Externer LinkHomepage im Internet

Foto: Simone Fischer, Serrig

Wenn Ihr Hund übersensibel oder aggressiv ist, die Katze eifersüchtig oder ängstlich, wenn Sie ein Tier aus dem Tierheim aufgenommen haben, einen Umzug planen oder ein ein Tierarztbesuch oder eine OP ansteht, kann eine Bach-Blüten-Therapie Ihrem Tier helfen.

Auch Tiere haben eine Seele, was jeder Katzen- und Hundeliebhaber weiß, und wie beim Menschen wird sie durch viele Dinge beeinflusst: Erziehung, Erlebnisse, Aufzucht, Haltung, all das prägt ein Tier und seine Seele. Bereiten äußere Umstände nun seelische Probleme, kann die Bach-Blüten-Therapie dem Tier helfen, wieder ausgeglichen zu sein und diese Probleme zu bewältigen.

Bach-Blüten-Therapie nach Dr. Edward Bach

Foto: Simone Fischer, Serrig

In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts entdeckte der Engländer Dr. Bach (1886-1936) bei bestimmten Blüten wildwachsender Blumen, Büsche und Bäume in Verbindung mit Quellwasser positive Schwingungspotentiale. Viele konnte er mit verschiedenen Stimmungen und Schwingungen der Seele in Zusammenhang bringen, denn seiner Ansicht nach beruht jede körperliche Krankheit auf einer Störung des Gemütszustandes, einem Konflikt zwischen Seele und der Persönlichkeit, deren Harmonisierung zur Heilung führe. Daraus entstand die nach ihm benannte Bach-Blüten-Therapie, die sich in der Naturheilkunde fest etabliert hat und auch bei Tierhaltern immer beliebter wird.

Übersensibilität, Angst, Eifersucht, Depression, Trauer, Mutlosigkeit, Dominanz, Aggression, Neid und viele andere: Jeder mögliche Gemütszustand ist einer Blüte zugeordnet, die durch ihr Schwingungspotenzial den negativen Anteil des Gemüts ins Positive zu verwandeln vermag. Aus heute 38 Blüten-Essenzen vermag ein Bach-Blüten-Therapeut (z.B. ein Tierheilpraktiker) diejenigen Blüten heraussuchen, die dem seelischen Zustand des Tieres entspricht. Dabei werden das allgemeine Wesen des Tieres wie auch dessen Probleme oder auffällige Verhaltensweisen einbezogen und daraus eine Bach-Blüten-Mischung für dieses Tier zusammengestellt.

Dauer und Art der Anwendung

Foto: Simone Fischer, Serrig

Diese Mischung kann in der Apotheke bestellt und dem Tier nach den Vorgaben des Therapeuten verabreicht werden. Meist werden die Bach-Blüten dreimal täglich mit einer Pipette ins Maul gegeben oder auf einem Leckerli verabreicht. Es gibt auch besondere alkoholfreie Mischungen für Tiere, die dann im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen.

In den meisten Fällen sind bereits nach wenigen Tagen erste Reaktionen sichtbar. Die Bach-Blüten-Mischung hält üblicherweise einige einige Wochen und ist dann aufgebraucht, danach sollten die Veränderungen eingeschätzt und eine neue Mischung angepasst werden. Im besten Fall ist dies gar nicht merh notwendig, es hängt letztlich von der Schwere der Verhaltensauffälligkeit ab. So kann beispielsweise eine leichte Eifersüchtelei unter Artgenossen leichter behoben werden als tiefsitzende Ängste aufgrund von traumatischen Ereignissen.

Außerdem können die verträglichen Bach-Blüten sehr gut begleitend und unterstützend zu einer tiermedizinischen Behandlung oder zu Behandlungen mit naturheilkundlichen Methoden verabreicht werden.

Anwendungsgebiete

Die Bach-Blütentherapie kann neben den erwähnten Verhaltensauffälligkeiten auch unterstützend und vorbeugend beispielsweise bei Umzug, einem Tierarztbesuch oder einer OP eingesetzt werden, was dem Tier Angst macht. Oder wenn es länger von seinem Zuhause fort muss, beispielsweise in eine Tierpension. Für solche Vorkommnisse haben sich die »Rescue Remedy«-Notfalltropfen bewährt, eine fertige Mischung, die auch bei besonderen »Aufregern« wie Silvester sehr hilfreich sein kann.

Wissenschaftlich belegtes Allgemeingut ist heute, dass die Psyche, die Seele einen wesentlichen Einfluss auf unser körperliches Wohlbefinden hat, was auch bei Haustieren wie Hund oder Katz der Fall ist. Daher lassen sich mit dieser Methode nicht nur seelische Probleme behandelt, sondern auch Körperliche, soweit ihr Ursprung von deren Seele ausgeht.

Dazu abschließend ein Beispiel: Ein Hund, der sehr ängstlich ist, wird aufgrund seiner Ängste ständig unter körperlicher Anspannung stehen. Dies lässt die Muskeln anspannen, sich verhärten und in schlimmen Fällen kann diese Muskelanspannung dazu führen, dass der gesamte Bewegungsapparat sich »verformt«, weil permanent die Muskeln verkürzt sind, die Bänder und Sehnen werden anormal belastet, die Gelenkknorpel können nicht richtig ineinander greifen, was zu verstärkter Abnutzung führt. Diese Veränderungen verursachen Schmerzen, was der Hund wiederum mit Schonhaltung zu kompensieren versucht. Ein Kreislauf wird in Gang gesetzt, der sich immer weiter von selbst hochschraubt und verschlimmert. Wird nur ein Schmerzmittel gegeben, werden die Schmerzen zwar gelindert, aber in dem Augenblick, in dem sie nicht mehr gegeben werden, setzt der Kreislauf wieder ein. Mit den richtigen, sorgfältig ausgewählten Bach-Blüten können die Ängste des Hundes behandelt und aufgehoben werden. Die Muskeln können sich wieder entspannen, die Schonhaltung kann aufgegeben werden, die Schmerzen verschwinden. Die Ursache für das Leiden des Hundes wird behandelt und kann dem Hund somit zu seelischer Zufriedenheit und zu körperlichen Wohlbefinden verhelfen.

Die Bach-Blüten-Therapie kann Tiere sanft und natürlich unterstützen. Für weitere Informationen darüber gibt es zahlreiche Bücher und Seminare zu diesem Thema. Ich weiß die Bach-Blüten in meiner Tierheilpraxis sehr zu schätzen.

Anm. d. Red.: Bach-Blüten werden heute als Lebensmittel eingestuft, so dass wir die Bezeichnung »Bach-Blütentherapie« im Titel geändert haben.

© Simone Fischer. Alle Rechte liegen bei der Autorin.

Siehe auch: Bach-Blüten · Chakra Blütenessenzen

Veröffentlicht am 13.05.2015, zuletzt geändert am 25.09.2017.

Literatur

Adressen zum Thema »Bach-Blüten für Tiere«

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