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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Canistherapie

Autorin: Susanne Kaiser, Amselstraße 17, 40627 Düsseldorf

Die Canistherapie ist eine tiergestützte Therapie, bei der Hunde eingesetzt werden. Die Canistherapie dient der Rehabilitation neurologischer Erkrankungen des zentralen/peripheren Nervensystems und der Muskulatur. Die Therapie hilft bei der Wiedereingliederung sozial, geistig oder auch körperlich benachteiligter Personen in die Gesellschaft oder das Privatleben.

Über die Sinnesorgane wie Haut, Augen, Nase und Ohr werden die Reize gefördert. Diese Förderung geschieht unter Einbeziehung des Hundes über das Fell, die Temperatur, die Geräusche und die Bewegung. Es handelt sich um eine natürliche Reizstimulation. Das Ziel ist eine Erweiterung und ein Aufbau der zentralen Nervenbahnentwicklung, eine Förderung der Sensibilität, der Wahrnehmung und der Empfindung.
Die Therapie ist für Erwachsene ebenso geeignet wie für Kinder. Eingesetzt werden kann sie zum Beispiel bei:

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Die Canistherapie kann auch unterstützend und ergänzend in einer schon bestehenden Therapiemaßnahme, wie die Ergo- oder Physiotherapie eingesetzt werden. Dies ist abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild sowie der Schwere der Erkrankung. Da der Hund an verschiedenen Orten eingesetzt werden kann, ist es möglich dass das Tier zu den Patienten kommen kann.

Bei Patienten mit einer Beeinträchtigung ist die Kontaktaufnahme und die Kommunikation mit einem Hund sehr wertvoll. Die durch die Natur dem Hund gegebenen Eigenschaften, wie die sensible Wahrnehmung durch Geruchs- und Hörsinn, ermöglichen es ihm eine nährere Beziehung mit dem Menschen und eine intensivere und mitfuehlende Kommunikation mit Behinderten einzugehen. Der Hund stellt weniger Ansprüche an den Menschen als andere Menschen dies tun. Dadurch fühlen die Patienten sich nicht überfordert und können spontaner reagieren. Zu beobachten ist, dass die Patienten während der Therapie durch diese Verbindung Tier-Mensch entspannter und motivierter wirken und sind. Jeder Reiz ist eine Aktivierung und der erste Schritt zur Erlernung oder Wiederherstellung von Aktivitäten.

© Susanne Kaiser. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Veröffentlicht am 03.05.2007, zuletzt geändert am 25.02.2011.

Literatur

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