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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Cantharidenpflaster

Autorin: Claudia Wieser, Jägerstr. 5, 95444 Bayreuth
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Die Therapie mit dem Cantharidenpflaster gehört zu den naturheilkundlichen Methoden der Hautausleitung. Bereits seit dem Mittelalter kennt man in der westlichen Medizin die Verwendung von Mitteln, die auf der Haut Blasen hervorrufen oder künstliche Hautausschläge erzeugen, um schädliche Stoffe über die Haut auszuleiten. In der chinesischen Medizin werden die Blasen mit der Moxibustion, also durch eine Brennmethode mit Beifußkraut, erzeugt. Das Cantharidenpflaster gehört in die Hand eines fachlich geschulten Therapeuten, da eine sorgfältige Diagnosestellung, Kenntnis der Kontraindikationen, eine korrekte Anwendung und Erfahrung in der Verweildauer nötig ist.

Vor der Behandlung ist es wichtig, den Patienten über die Methode, die Wirkungsweise, die mögliche leichte Hautpigmentierung in der Behandlungsfolge oder eventuell auftretende Schmerzen in Form eines Ziehens oder Brennens aufzuklären.

Hauptwirkstoff des Pflasters ist eine entzündungserzeugende Substanz, das Cantharidin, welche aus der ?spanischen Fliege? (Lytta vesicatoria Fabricius) gewonnen wird.
Das Pflaster kann fertig im Handel bezogen werden oder man verwendet eine Cantharidensalbe die messerrückendick auf ein Stück Mullbinde gestrichen und mit Pflaster befestigt wird.

Das Pflaster bleibt im Normalfall etwa 8 bis 12 Stunden auf der entsprechenden Hautstelle und wird dann vorsichtig abgenommen. Das Platzen der Blase sollte vermieden werden. Der Blaseninhalt wird mit der Spritze abgesaugt und kann je nach Indikation und Therapieziel intramuskulär injiziert oder verworfen werden. Die Meinungen gehen auseinander, ob die Haut über der Blase belassen wird oder sauber bis zum Rand mit der sterilen Pinzette abgezogen werden kann. Die Haut ist anschließend von Cantharidenresten sauber zu reinigen und die behandelte Stelle bis zur Hautneubildung abzudecken.

Keinesfalls darf eine Behandlung mit dem Cantharidenpflaster bei unklaren Hauterkrankungen, Durchblutungsstörungen, Wundheilungsstörungen und Diabetes mellitus verwendet werden. Absolut kontraidiziert ist die Verwendung bei Blasen- und Nierenerkrankungen.

© Claudia Wieser. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Veröffentlicht am 13.04.2007, zuletzt geändert am 25.02.2011.

Literatur

Adressen zum Thema »Cantharidenpflaster«

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