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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Geomantie

Autor: Axel Sallmann, Untergasse 7, 61279 Grävenwiesbach
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Geomantie ist die alte Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen den Energien von Erde, Kosmos und Mensch und beschäftigt sich mit dem Wahrnehmen von Energieflüssen und energetischen Verbindungen in unseren Lebensräumen – eine wichtige und nützliche Voraussetzung um im Einklang mit den kosmischen Gesetzmäßigkeiten zu leben. Der Begriff setzt sich aus Geo für die Erde und Mantie für Wahrnehmung zusammen.

Am Anfang der Menschheitsentwicklung waren wir alle Jäger und Sammler und pflegten eine nomadische Lebensweise. Die Völker folgten bei ihren Wanderungen dem »Geist der Erde«, symbolisiert als Schlange oder Drachen. Die Menschen hatten ein intuitives Gespür für diesen »Erdgeist« und verehrten die Orte, an denen er spürbar war. Dies sind heute Plätze an denen oft sakrale Bauten stehen oder Pilgerstätten und Kraftorte. Sie gaben dieser besonderen Kraft Namen: »Chi« (China), »Prana« (Indien), »Mana« (Polynesien), »Pneuma« (antikes Griechenland) – übersetzt im allgemeinen als »Lebenskraft«. Ein uns vertrautes Bild stammt aus der Bibel: Gott haucht dem ersten Menschen (Adam) mit seinem Atem (Odem) Lebenskraft ein und macht ihn damit zu einem lebendigen Wesen.

Vor etwa 10.000 Jahren wurden die Menschen in vielen Teilen der Welt dann sesshaft. Sie siedelten sich in festen Dörfern an und fingen an, erste Städte zu bauen. Da sie nun nicht mehr dem Erdgeist umherwandernd folgen konnten, musste dieser Erdgeist in die menschlichen Siedlungen geholt werden, damit seine Lebenskraft für Ackerbau, Viehhaltung und die menschliche Gemeinschaft an einem bestimmten Ort wirksam werden konnte. Jede Siedlung hatte daher eine räumliche Mitte, die zugleich auch geistiges Zentrum war. Dies ist z.B. der Ursprung aller sakralen Bauten. Hier verbanden sich die Kräfte von Himmel und Erde, Geist und Materie, symbolisiert durch Säule, Lanze, Weltenachse oder Himmelsleiter.

Am Anfang der menschlichen Kultur stand der Wunsch, die Kräfte von Aufbau und Zerstörung durch menschliche Tätigkeiten auszugleichen und somit die kosmische Ordnung immer wieder herzustellen. Dies war der Anfang geomantischen Wirkens. Aus dieser Intention und den damit gemachten Erfahrungen entstand ein Wissens- und Weisheitssystem, das über Jahrtausende hinweg die Grundlage für die Planung von Tempeln und Kirchen, Burgen und Schlössern, Städten, Gärten und Parkanlagen war. Die Städte der alten Hochkulturen waren immer ein Abbild des Kosmos. Es entstanden die hermetischen Gesetze »Wie Oben – So unten«.

Geomantie versteht sich als Integraler Bestandteil eines neuen Zeitgeistes. Im Zuge der Aufklärung ging das geomantische Wissen in Europa verloren. Ergebnis der materialistischen Weltsicht sind die heute weltweiten Umweltzerstörungen. Die Seele und das Heilige sind – weitgehend – aus unserem Denken verschwunden. Die Natur wird heute aus einem reinen Nützlichkeitsdenken heraus betrachtet, ihre Bestandteile: Mineralien, Erdöl, Pflanzen und Tiere werden als »Ressourcen« angesehen, die der Mensch nun bedenkenlos ausbeuten darf. Eine Ökologie, die nur auf technisch machbaren Umweltschutz reduziert wird, kann den Konflikt zwischen den Nutzungsinteressen des Menschen einerseits, sowie dem Selbstwert der Natur, den Gefühlen von Achtung, Respekt und Ehrfurcht vor Gottes Schöpfung, niemals lösen. Wir brauchen eine neue spirituelle Weltsicht, die Mensch, Natur und Kosmos (wieder) verbindet.

Die Weltsicht, dass wir den ganzheitlichen Aspekt leben sollen, wo Alles mit Allem verbunden ist, – nach den hermetischen Gesetzmäßigkeiten – wo jedes Teil mit den anderen Teilen verwandt ist, wo die kleinste Tat oder auch nur ein Gedanke das Ganze verändern kann – ist eine Erkenntnis dieser sich neu strukturierenden Wissenschaftszweige sowie gleichzeitiges Wissen um die alten Weisheitslehren. Die Aufgabe der heute lebenden Generation ist die Schaffung einer zukunftsfähigen und wieder lebenswerten Lebenskultur.

Die moderne Neue Geomantie kann nun ihren Platz als »beseelte Ökologie« darin einnehmen. Das Rad des Lebens bietet uns hier ein wichtiges Werkzeug, sowie die Erkenntnis, das wenn zur richtigen Zeit die richtigen Impulse am richtigen Ort gegeben werden, ein neues System entsteht, ein Projekt oder ein Ritual, das den ganzheitlichen Aspekt von Körper, Geist und Seele integriert. Es kann somit wieder alles verbunden werden, was vorher getrennt war. Hierdurch entsteht Heilung auf allen Ebenen. Das ist gelebte Geomantie.

© Axel Sallmann. Alle Rechte liegen beim Autor.

Siehe auch: Feng-Shui

Veröffentlicht am 27.12.2008, zuletzt geändert am 25.02.2011.

Literatur

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