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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Gesprächstherapie

Autorin: Renate Beiermeister, Heerstraße 20, 71711 Murr

Klientzentrierte Gesprächstherapie

"Tu was du kannst
da wo du bist
mit dem was du hast"

Das kann der Lebensspruch eines Menschen sein, der in Zufriedenheit und innerer Übereinstimmung danach strebt, sich weiterzuentwickeln und zu reifen. Diese natürliche Antriebskraft – von Carl R. Rogers als Aktualisierungstendenz beschrieben- ist darauf ausgerichtet, alle positiven Möglichkeiten zu entfalten und einzusetzen um im Gleichgewicht, in Ausgeglichenheit zu bleiben.

Ungünstige Einflüsse aber beeinträchtigen oder verhindern das Entstehen dieses inneren Gleichgewichtes schon beim Heranwachsen. Fehlt Anerkennung, sind vielleicht Minderwertigkeitsgefühle die Folge, oder die Suche nach Liebe und Geborgenheit löst Suchtverhalten aus. Psychische Belastungen sind häufig und vielfältig, werden sie nicht wahrgenommen dann folgen oft körperliche Beschwerden. Bekannt ist, daß z. B. Stress und ständige unterschwellige Angst krank machen oder daß Schmerzen durch Anspannung verstärkt werden. Das Zusammenwirken von Leib und Seele ist im Begriff Psychosomatik zusammengefaßt – »wenn die Seele nicht spricht, spricht der Körper.«

Wenn das Selbst-Bewußtsein oder Selbst-Verständnis eines Menschen blockiert ist, kann er sich nicht auf natürliche Weise weiterentwickeln. Es muß geklärt werden, wo die Blockaden bestehen und wie sie entstanden sind. Vielleicht sind es Verhaltensmuster, die irgendwann einmal hilfreich waren, jetzt nur noch sinnlos oder gefährlich sind und trotzdem unbewußt beibehalten werden? Sind es Gedankenabläufe, die sich automatisch einstellen und weiterlaufen? Sind es Gefühle, die nicht erkannt oder die unterdrückt werden?

In der Klientzentrierten Gesprächstherapie schafft der Therapeut eine Atmosphäre von Vertrauen und Entspannung – Rogers: Er bereitet das psychologische Fruchtwasser – in der sich der Klient aus Anspannung, Angst und Blockaden lösen kann. Dann wird er bereit, seine Gedanken und Gefühle bewußt wahrzunehmen, auszudrücken und zu akzeptieren. Dadurch entsteht und gedeiht das Vertrauen in die eigene richtungsweisende Kraft, der Klient wird fähig und bereit, sich selbst zu verstehen, konstruktiv zu verändern und seine Probleme eigenverantwortlich zu lösen.

Gesprächstherapie bedeutet nicht nur, das derzeitige Problem zu bearbeiten, sondern die Möglichkeiten des Klienten zu erkennen und zu nutzen, damit sich der Mensch mit seiner natürlichen Lebenskraft gesund entwickeln kann. Er lernt, seine Einstellungen, seine Wahrnehmung und sein Verhalten sinnvoll so zu ändern, daß er sowohl mit der aktuellen Konfliktsituation besser umgehen kann, als auch künftige Schwierigkeiten leichter bewältigen oder verhindern kann.

© Renate Beiermeister. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Veröffentlicht am 14.04.2008, zuletzt geändert am 25.02.2011.

Literatur

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