Gesunder-Mensch.de (Logo)

Adressen Termine Lexikon Web Bibliothek Registrieren Login

Bitte geben Sie für die Regionalsuche ein Stichwort und einen Ort ein.
KARTE  |  METHODEN  |  ORTE  |  ALLE THERAPEUTEN & BERATER
AUSBILDUNG |  PSYCHOSOZIALE AUSRICHTUNG  |  HÄNDLER

Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Harndiagnostik

Autorin: Waltraud Dreher, Hauptstr. 6, 78585 Bubsheim
Externer LinkHomepage im Internet

»Harnschau«

Die traditionelle Harndiagnostik erlaubt es, das Stoffwechselgeschehen und den Zustand der Organe ohne Risiko für den Patienten zu erkennen, weshalb sich diese Methode auch für Kinder eignet. Sie wurde bis in die fünfziger Jahre noch von fast allen Ärzten selbst durchgeführt und wird heute noch angewendet, da sie schnell, einfach und preiswert zu treffsicheren Ergebnissen führt.

Zur Durchführung werden sechs Reagenz-Teströhrchen mit frischem Morgenurin abgefüllt. Ein Röhrchen dient zum Farbvergleich und wird beiseite gestellt. Ein Teströhrchen bleibt ohne chemischen Zusatz. In die anderen vier Gläschen werden verschiedener Reagenzien tropfenweise zugesetzt: Ehrlich Reagenz, Nylander Reagenz, Natronlauge und Schwefelsäure. Zunächst werden die verschiedene chemischen Reaktionen im kalten Zustand bewertet, danach folgt die Bewertung im erwärmten Zustand im kochenden Wasserbad. Die Reaktionen (oberes Bild) werden dabei dokumentiert und bewertet. So zeigt sich beispielsweise der Zustand von Herz und Kreislauf in verschiedenen Rottönen. Eine schlechte Leistung der Nieren kann die Flüssigkeit eintrüben. Ist die Leberleistung schwach, so ist auch die Farbe des Teströhrchens blass. Die Bauchspeicheldrüse und die Beschaffenheit der Darmschleimhaut wird durch Flockenbildung, Ausfällungen oder Bodensatz in unterschiedlichen Farben ersichtlich. Mykosen oder andere Beschwerden im Verdauungstrakt, selbst der Zustand des Immunsystems, können auf einfache Weise diagnostiziert werden. Störung des Säure-Basenhaushaltes zeigen sich durch Aufschäumen oder Bläschenbildung. Wegen der zahlreichen Reaktionsmöglichkeiten ist viel Erfahrung bei der Bewertung der Phänomene notwendig.

Sehr gut eignet sich diese Methode in der Ausschlussdiagnostik. Oft können pathologische Frühzeichen erkannt werden, bevor überhaupt eine Erkrankung feststellbar ist, wodurch frühzeitige Maßnahmen getroffen werden können, um einer Krankheit vorzubeugen. Daher ist diese diagnostische Methode gut zur Prävention geeignet. Ebenso ist die Harndiagnose auch eine preiswerte Verlaufskontrolle einer Behandlung.

Als ergänzende Methode eignet sich das Urin-Unterschichtungsverfahren, in dem Urin mit Salpetersäure vorsichtig in Kontakt gebracht wird (unteres Bild). An der Berührungsfläche beider Flüssigkeiten bildet sich ein Farbring, der ausgewertet wird. Eiweißfäulnis im Darm, Abflußstörungen der Galle, zuviel Harnsäure oder Störungen der Flora des Dünn- oder des Dickdarmes können daraus abgeleitet werden.

© Waltraud Dreher. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Veröffentlicht am 04.01.2008, zuletzt geändert am 26.02.2011.

Literatur

Adressen zum Thema »Harndiagnostik«

Zur Lexikon-Übersicht

© 2017 Gesunder-Mensch.de - Portal für ganzheitliche Gesundheit.
ADRESSE ANMELDEN  |  BACKLINK  |  IHR VORTEIL  |  FORUM  |  MEDIADATEN  |  SITEMAP  |  NEWSLETTER  |  HILFE  |  AGB  |  KONTAKT  |  IMPRESSUM