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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

hnc – human neuro cybrainetics

Autorin: Jacqueline Jacobsen, Schwarzdornweg 3, 76149 Karlsruhe
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hnc ist eine ganzheitliche Therapiemethode, deren Erfolg auf der direkten Zusammenarbeit mit dem menschlichen Gehirn und Nervensystem basiert. Ausgehend von den gespeicherten, individuellen Erfahrungen (vor allem nicht verarbeiteten körperlichen und seelischen Traumata, Stresssituationen etc.) und Glaubenssätze (Sichtweisen) werden die physiologischen Regelkreisläufe in Körper, Geist und Seele harmonisiert. 1998 entwickelten Ruth Schwarz und Clemens Künstner die Therapiemethode hnc – human-neuro-cybrainetics konsequent aus der von Dr. Carl Ferreri (USA) entwickelten Methode N.O.T. (Neurale Organisationstechnik) durch sinnvolle Umstellung der Behandlungsfolge und durch Integration ihrer eigenen Erfahrungen und neuen Erkenntnissen. Genauso wie bei N.O.T. dient der kinesiologische Muskeltest als Diagnose und nach der Korrektur als sofortige Erfolgskontrolle. Somit ist hnc Diagnose und Therapie zugleich, wobei mit dem menschlichen Nervensystem und nach dessen Gesetzmäßigkeiten gearbeitet wird. Mit Hilfe von Muskeltests werden über Akupunktur- und Akupressur-, Reflex- und Triggerpunkte sowie Muskeln und Knochen Diagnosen gestellt und die nötigen Korrekturen direkt und auf eine sehr sanfte und angenehme Weise ausgeführt. Diese Korrekturen sind eine Kombination aus der gezielten Stimulierung von Akupunktur- bzw. Akupressurpunkten, Muskeln und deren Reflexzonen, Knochen und ganz besonders Schädelknochen. Durch einen erneuten Muskeltest wird überprüft, ob der Körper die Korrektur umsetzen konnte, oder ob noch eine tiefer liegende Schicht bearbeitet werden möchte. Hierbei wird dann nochmals korrigiert.

Mit hnc lässt sich also das Nervensystem gezielt reorganisieren, damit die physiologischen Regelkreise wieder automatisch funktionieren können. Dabei wird nach einem logischen, vom Körper vorgegebenen Konzept vorgegangen. Die ganzheitlichen Korrekturprogramme basieren auf verschiedene, traditionelle, naturheilkundlichen Methoden wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Akupunktur und Akupressur, S.O.T. Sacro-Occipital-Technik, sehr sanfte Chiropraktik, Cranio-Sacrale Techniken, Angewandte Kinesiologie und andere. Jede dieser Methoden ist bereits für sich alleine sehr wirkungsvoll; doch in der Kombination zeigen sich erstaunlich schnelle und gute Resultate, weil die genannten Therapiemethoden synergistisch zusammenwirken und somit Veränderungen rasch, anhaltend und einfach erzielt werden.

Dabei sind die Korrekturprogramme von hnc weiterhin offen für die Integration neuer und effektiver Methoden.

Wo setzen die Korrekturen von hnc an?

Durch die integrierte Diagnose- und Therapiestruktur kann ein erfahrener hnc-Therapeut die Ursachen am Körper des betroffenen Menschen (mittels Muskeltest) ablesen und mit den umfassenden Korrekturprogrammen sofort bearbeiten (korrigieren bzw. harmonisieren).

Ein Großteil der heutigen Bevölkerung ist durch eine Vielzahl unterschiedlicher Stressoren belastet (wie z.B. Unfälle, Operationen, Medikamente, Giftstoffe, Impfungen und vor allem unverarbeitete, emotionale Stresssituationen). Das kann sich in den unterschiedlichsten Symptomen zeigen, wie Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Rückenbeschwerden, Allergien, Verdauungsproblemen, chronische Müdigkeit und Nervosität, Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen sowie Herz-Kreislaufbeschwerden, Burnout-Syndrom, um nur einige zu nennen.

Die psychischen und physischen Symptome sind die Sprache des Körpers, wodurch er zu erkennen gibt, dass er die ständigen Belastungen nicht mehr kompensieren kann. So erklärt sich, dass manchmal eine scheinbar harmlose Situation eine heftige, körperliche Reaktion auslöst.

Durch die Korrekturen von hnc wird dem Nervensystem wieder die normale Reizverarbeitung ermöglicht. Das verändert die Spannung und Bewegungsmöglichkeit der Muskeln und letztendlich die gesamte Körperhaltung. hnc harmonisiert die Tätigkeit der inneren Organe, löst psychische Blockaden und erweitert alte Verhaltensmuster und sorgt damit für seelische, geistige und körperliche Stabilität, Belastungsfähigkeit und optimale Weiterentwicklung.

Gerade bei Erkrankungen und Schmerzsymptomatiken, die vielschichtig und chronisch sind und schulmedizinisch meist nur symptomatisch behandelt werden, ist mit hnc oft eine entscheidende Hilfe möglich.

hnc ist für Menschen jeden Alters geeignet und kann auch als Prophylaxe und Unterstützung angewendet werden, zum Beispiel:

hnc ist auch sehr effektiv als Therapie nach Unfällen, Verletzungen und Operationen. Der Körper kann effizienter arbeiten und damit die Leistungsfähigkeit verbessern.

hnc als ganzheitliche Therapiemethode ist deshalb richtungsweisend bei:

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten.

Wie arbeitet hnc mit dem Körper zusammen?

hnc – Behandlungen richten sich nach den neurologischen Gesetzmäßigkeiten, Dabei gilt es zuallererst, den Patienten aus dem sich aktuell zeigenden Stress herauszuholen. Denn ein Nervensystem, dass sich sozusagen »auf der Flucht? oder ?im Kampf«, d.h. also in einer Schutzhaltung befindet, hat keine Energie für andere Funktionen wie klares Denken, Verdauung, Stoffwechsel und Ausscheidung, Reproduktion und Regeneration u.v.m. und lässt sich z. Bsp. nicht in Bezug auf Allergien, Atembeschwerden oder Lernschwierigkeiten therapieren

Wenn die größten Anspannungen, Verdrehungen und Schutzhaltungen aufgelöst sind, kann der Körper wieder hinsichtlich der normalen Funktionen von Lernen und Denken, Immunsystem, Hormonsystem und Atmungs- und Herz-Kreislaufsystem therapiert werden. Die Verdrehung und Schutzhaltungen entstehen dadurch, dass das Nervensystem den Körper bei Stress auf Flucht oder Kampf bzw. Verteidigung einstellt. D.h. die Muskeln, die für die Flucht oder für die Verteidigung notwendig sind, werden derart innerviert, dass sie eine höhere Spannung erhalten (Hypertonus) und andere Muskeln, die nicht benötigt werden, werden gedrosselt (Hypotonus). So entsteht eine Disharmonie bezüglich der Muskelanspannung verschiedener Muskeln, die zu Gelenkfehlstellungen und Fehlhaltungen führt.

Die Korrektur dieser Traumen bzw. der Dysorganisation des Nervensystems erfolgt bei hnc durch ein System von Behandlungsschritten, die den Körper aus der Verdrehung zurück in die natürliche Haltung bringen, d.h. jeder Muskel wird wieder in seine normale Spannung (Normotonus) versetzt, wodurch auch die Gelenke ihre Normalstellung einnehmen. Ist der Normotonus der Muskeln erreicht, tritt normalerweise sofort eine Veränderung von Beweglichkeit und Koordination ein. Zur vollständigen Umsetzung (z. Bsp. Korrektur der Gelenkfehlstellung) braucht allerdings die Muskulatur noch einige Zeit (3-4 Tage). Das neue Muskelmuster muss gewissermaßen durch die nun vorhandene, neue Schaltung im Gehirn auftrainiert werden. Denn ein Muskel, der gedrosselt ist, wird auch nicht aufgebaut. Auch wenn die Veränderungen hinsichtlich der Korrekturen anhaltend sind, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass der Mensch mit seinen Beschwerden einer Zwiebel gleicht – eine Schale über der anderen. Mit jeder Behandlung wird eine Schale abgetragen, d.h. die oberste Schicht der Probleme und Beschwerden und die nächste Schicht kommen zum Vorschein. So kommt man Schale für Schale – Schicht für Schicht an tiefer liegende Probleme bzw. an den Kern des Problems.

Es bedarf deshalb in den meisten Fällen einer Folge von drei bis fünf Behandlungen, um ein konkretes Therapieergebnis abschätzen zu können. Mit Sicherheit kann man aber sagen, dass sich alles positiv verändern lässt.

Hintergründe

Der menschliche Körper ist ein sich ständig im Gleichgewicht haltendes System. Dieses System regelt durch negative und positive Rückkoppelungen alle Funktionen. Diese Regelkreise oder auch Kybernetik des Körpers bewegen sich immer wieder auf einen möglichst ausgeglichenen Zustand hin, der es dem Körper erlaubt, mit einem Minimum an Energieaufwand zu leben.

Durch verschiedene äußere Einflüsse kann nun der Körper zur Gegenregulation außerstande sein. Die Folge: Krankheit, Schmerzen, mangelnde Koordination, Kraft und Beweglichkeit etc.

Kommt es nun zu Traumen (Stürze, Unfälle, Knochenbrüche, Zerrungen, und vor allem zu emotional belastende Situationen, im weitesten Sinne zu Konflikten), so können diese zu bleibenden Veränderungen führen. Anfangs noch unbemerkt, doch im Laufe der Zeit summieren sich diese einzelnen Traumen. Solange unser Körper das ausgleichen kann, befinden wir uns in der sogenannten Kompensation. Überschreitet die Summe der Traumen irgendwann die Fähigkeit zur Regulation, kommen wir in die Phase der Dekompensation, die Phase der Krankheit. Im Englischen heißt es: 'dis-ease', das in etwa 'nicht leicht' bedeutet und im Deutschen eher als 'Be-schwer-den' bekannt ist.

Die Informationsverarbeitung und Weitergabe im menschlichen Körper findet im Nervensystem (ZNS, vegetatives NS), im Blut durch Hormone, zwischen den einzelnen Zellen durch Licht, auf der Meridianebene und durch verschiedene andere Mechanismen, von denen einige noch unbekannt sind, statt. Bei Störungen, Ausfall oder der teilweisen Blockade eines dieser Systeme können die anderen Informationskanäle dies zumindest ein Stück weit kompensieren.

Ein gesunder Körper weiß zu jederzeit genau, wo sich jedes Körperteil befindet und wie die Spannung in den einzelnen Muskeln ist. Er hält sich automatisch aufrecht, koordiniert Bewegungsabläufe v.a. effizient und bewegt sich mit einem Minimum an Energie. Kommt es nun zu den o.g. äußeren Einflüssen bzw. Traumen, so laufen eine ganze Reihe von Reaktionen (= Regulationen) ab, um den Körper zu schützen und quasi das Überleben zu sichern.

Wie entstehen (Ver-)Spannungen und damit Schmerzen?

Es gibt zwei Möglichkeiten:

Oft ist dies aber nicht möglich. Wer rennt schon durch die Gegend, wenn er sich 'mal den Kopf gestoßen hat? Interessant ist nun, dass das Gehirn dann alle Daten des Traumas und die eigenen erfolgreichen Reaktionen speichert, um bei ähnlichen Situationen auf die lebensrettenden Reaktionen schnellstens zurückgreifen zu können – um besser vorbereitet zu sein.

Beispiel: Auffahrunfall

Ich hatte vor über 10 Jahren einen schweren Auffahrunfall – ein Fahrzeug fuhr mir mit 80 km/h in den Kofferraum, wobei ich nur 30 km/h fuhr. Seitdem konnte ich jedes Mal beobachten, dass ich mich total verspannte – also mein Gehirn die Schutzreflexe aktivierte, wenn mir jemand zu dicht hinten auffuhr. Erst seit ich die Schutzreflexe »Flucht« und »Verteidigung« zum Thema »jemand fährt von hinten zu dicht auf« habe korrigieren können, kann ich nun entspannt Autofahren, auch wenn mir jemand zu dicht auffährt.

Wie wirken (Ver-)Spannungen?

Es sind hauptsächlich die am Gelenk anliegenden Muskeln, die die Knochen im Gelenk halten. Optimal ist es, wenn alle Muskeln die gleiche Muskelspannung haben. Haben die Muskeln jedoch unterschiedliche Spannungszustände (angespannt, gedrosselt), dann ziehen die stärker angespannten Muskeln den Knochen in ihre Richtung und es kommt zu einer Gelenkfehlstellung, die durch isoliertes Richten der Knochen (z.B. durch Osteopathie oder Chiropraktik) nicht dauerhaft behoben werden kann, da die Muskeln den Knochen immer wieder in ihre Richtung ziehen. Daher ist es wichtig, die Spannungszustände der Muskeln zu harmonisieren und dies geschieht bei hnc durch Erforschung und Verarbeitung der ursächlichen Traumata in Zusammenarbeit mit dem Nervensystem. Gleiches gilt für andere Körperfunktionen, wie z.B. Hormonsystem, innere Organe, lymphatisches System u.a.

Möglichkeiten der hnc-Behandlung anhand des Behandlungsbeispieles »Kopfschmerzen«

Behandlung setzt zuerst bei den möglichen Ursachen an, die der Patient mitteilt. Lassen sich die Ursachen vom Patienten nicht eindeutig bestimmen, können folgende Möglichkeiten durch den Muskeltest getestet und bei Bedarf korrigiert werden:

Wirbelfehlstellungen:

Fehlhaltungen in der gesamten Körperhaltung

Fehlstellung der Schädelknochen durch Stürze auf:

Fehlstellung der Schädelknochen durch Zahnspangen

Ober-/Unterkieferhälften sind fest, nicht beweglich, das Fehlstellungen folgender Schädelknochen zur Folge hat: Keilbein (Gehirn), Schläfenbein (Ohr, Nebenhöhlen), Kiefergelenke (Verspannung Kaumuskeln)

Fehlstellung der Schädelknochen durch Brücken/Kronen/Zahnersatz

Das Einsetzen von Brücken/Kronen/Zahnersatz, wenn der Körper und damit auch Kopf/Kiefer nicht gerade ist, führt u.a. zu seitenungleichen Verspannungen der Kaumuskulatur (Masseter, Temporalis). Ist der Körper »gerade« gewesen und wird nun ... schlecht eingepasst, verschieben sich erst die Kiefergelenke und dann weitere Schädelknochen. Da sich die Schädelknochen in Resonanz mit anderen Knochen des Körpers befinden, zieht ein schiefer Kopf immer einen schiefen Körper nach sich und umgekehrt.

OPs und Behandlungen im Kopfbereich (auch Zahnarzt)

Kopfverletzungen (Ohrfeigen, Kinnhaken, Kopfbälle)

Belastung durch Gifte (Bsp. Amalgam, Quecksilber, Blei u.a. Schwermetalle, ...)

Lymphschwellung im Kopfbereich

Spannungen in der Gehirnhaut (Dura) durch:

Augenfehlstellungen

durch Fehlstellungen der Schädelknochen u.a.

jegliche Stress-Situationen

(von außen kommenden oder die selbst gemachten), die uns in die Verteidigungshaltung versetzen, dadurch werden die Kaumuskeln, Halsmuskeln stärker angespannt, das dann zu Kopfschmerzen führen kann.

Lösung ist das Erkennen: Was löst in mir Stress aus?

© Jacqueline Jacobsen. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Veröffentlicht am 13.11.2007, zuletzt geändert am 25.02.2011.

Literatur

Adressen zum Thema »hnc – human neuro cybrainetics«

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