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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Lebenspflege nach chinesischer Medizin

Autorin: Karen Schrumpf, Karl-Fischer-Weg 23B, 12169 Berlin
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Methoden zur Gesunderhaltung und für langes Leben

Schon vor unserer Zeitrechnung studierten die klugen Köpfe Chinas die Rhythmen der Natur und ihre Auswirkungen auf alle Lebensformen. Nach dem Vorbild der Natur entwickelten sie die Konzepte von Yin und Yang und den Fünf Wandlungsphasen (auch Fünf Elemente genannt). Yin und Yang beschreiben zwar scheinbar Gegensätze, aber das eine kann ohne das andere nicht existieren. Yang steht für Licht, Aktivität, nicht Materielles. Yin steht für das Dunkle, Passivität, Materie. Auf körperlicher Ebene entspricht Yang der Wärme, also Energie, die den Organismus am Leben hält, außerdem umfasst Yang alles Geistige, nicht Fassbare. Es ist diese Energie, die Qi genannt wird, welche das Leben ausmacht. Qi ist der Initiator jeder Bewegung. Das Yin des Körpers ist handfester: alles Substanzielle, die Körperflüssigkeiten, Knochen, Muskeln.
Gesundheit bedeutet: Yin und Yang versuchen sich im Gleichgewicht zu halten. Wenn ein Teil Überhand nimmt oder reduziert wird, entsteht Krankheit.

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Alle geistigen, emotionalen, energetischen und materiellen Phänomene des Universums können den Fünf Wandlungsphasen zugeordnet werden. Sie beschreiben einen immer wiederkehrenden Wandel der Energie. Am deutlichsten sieht man ihn anhand der Jahreszeiten: Die Wandlungsphase Holz entspricht dem Frühling, alles sprießt und erwacht zum Leben, die Energie breitet sich kraftvoll aus (großes Yang). Im Sommer sind wir in der Wandlungsphase Feuer, alles blüht und gedeiht, die Energie wächst noch an, aber nicht mehr so heftig (kleines Yang). Der Spätsommer ist der Wandlungsphase Erde zugeordnet, sie bildet die Mitte des Jahres, die Energie ist harmonisch. Im Herbst, der Wandlungsphase Metall, wird geerntet, die Energie zieht sich zurück (kleines Yin) und in der Wandlungsphase Wasser, dem Winter, wird geruht und Kräfte werden gesammelt, die Energie ist auf ihrem niedrigsten Level (großes Yin). Dieser Kreislauf der zu- und abnehmenden Energie lässt sich auf jeden einzelnen Tag übertragen: also ist es sinnvoll, morgens und mittags die wichtigen Arbeiten zu erledigen, den Abend ruhiger angehen zu lassen und die Nacht zur Erholung zu nutzen. Auch das Leben eines Menschen läuft in diesem Schema ab, und ein Nichtbeachten der Yin- und Yangkräfte schwächt und führt zu Krankheit. Daher sollte man ruhen in der Zeit des Yin, also nachts und im Winter; aktiv sein in der Zeit des Yang: tagsüber sowie im Frühling und Sommer. Eine Faustregel heißt: Alles, was wir zuviel oder zuwenig tun, bringt Ungleichgewicht in das Zusammenspiel von Yin und Yang. Das bezieht sich auf alle unsere Aktivitäten wie Schlaf, Essen, Sport, Arbeit, Lernen, Sex usw.

Aber die Chinesen haben auch Wege gefunden, die Energien zu harmonisieren und das Yin und Yang zu stärken. Der eine Weg ist Qigong. Die Übungen sind eine Kombination aus natürlicher Atmung und Körperhaltung, langsamen Bewegungen, Entspannung und Vorstellungsbildern. Regelmäßiges Qigong-Üben stärkt die geistige und körperliche Konstitution, unterstützt die Therapie chronischer Erkrankungen und wird als Maßnahme der Präventivmedizin geschätzt.

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Ein zweiter Weg ist die Ernährung. Die Nahrungsmittel können durch ihre thermische Wirkung Yin und Yang unterstützen. Die thermisch kalten Nahrungsmittel, z.B. Mineralwasser, Algen, Südfrüchte, schützen vor großer Hitze (Yang). Die erfrischenden Nahrungsmittel stärken das Blut, die Säfte und Substanz. Die wasserhaltigen Gemüse-, Obst- und Salatsorten, wie Auberginen, Paprika, Gurke, sollten im Sommer und im Frühling verstärkt gegessen werden. Die neutralen Lebensmittel, die Qi liefern, sind die Getreidesorten. Ein Überschuss oder Mangel an Energie wird langfristig durch Vollkorngetreide behoben oder vermieden. Gekochtes Getreide wird langsam und ohne Anstrengung verdaut und hält lange vor. Alle Bedürfnisse des Körpers werden befriedigt. Die warmen Nahrungsmittel, z.B. Zwiebelgewächse, Fleisch, Gewürze, steigern die Aktivität, also stärken sie das Yang. Bei kühlem Wetter im Herbst und Winter sollte man sie vermehrt zu sich nehmen. Die heißen Nahrungsmittel wie Chili, Yogitee oder Räucherwaren vertreiben die Kälte (Yin) und verhindern einen Yang-Mangel.

Mit der Integration der Gesetzmäßigkeiten von Yin und Yang und dem Wissen um die Fünf Wandlungsphasen, Bewegungsübungen des Qigong und Ernährung gemäß der chinesischen Diätetik haben wir einen Schatz von Methoden, um unsere Gesundheit zu erhalten. Wer ihn nutzt, wird nicht mehr darauf verzichten wollen.

© Karen Schrumpf. Alle Rechte liegen bei der Autorin.

Siehe auch: Akupunktur · Chinesische Medizin · Elektroakupunktur · Laserakupunktur · Moxibustion · Ohrakupunktur · Pulsdiagnose · Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) · Zungendiagnose

Veröffentlicht am 10.02.2007, zuletzt geändert am 25.02.2011.

Literatur

Adressen zum Thema »Lebenspflege nach chinesischer Medizin«

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