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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Lösungsorientierte Kurztherapie

Autorin: Heidrun Krebs, Lorcher Str. 1, 65391 Lorch/Rhein
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Lösungsorientierte Kurztherapie

Die Lösungsorientierte Kurztherapie geht davon aus, dass jedes Problem im Kern bereits die Lösung in sich trägt. Auch wenn ein Problem in tieferen psychischen Schichten verwurzelt ist oder bereits in der Kindheit angelegt wurde, muss es nicht bis dort hin zurück verfolgt werden. Manchmal ist es in der Therapie notwendig, sich die Vergangenheit anzuschauen oder mit ihr gefühlsmäßig in Kontakt zu treten. Dennoch ist es nicht nötig, sie bis ins kleinste Detail zu kennen. Die Lösungsorientierung besteht darin, den Kern des Problems zu erfassen, spürbar zu machen und die Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft zu erweitern. Der Blick ist demgemäß nach vorne gerichtet.

Lösungsorientierung geht einher mit Ressourcenorientierung. Jeder Mensch verfügt über ausreichend positive Ressourcen, um Veränderungen herbei zu führen. Der Therapeut macht ihm diese verfügbar. Therapie bedeutet in diesem Sinne Veränderung. Nicht die Welt wird verändert, sondern die Sicht der Welt. In der Lösungsorientierten Kurztherapie geht es darum, neue Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen zu integrieren. Dahinter liegt die Annahme, dass das Erkennen eines Problems nicht die Lösung in sich birgt. Die Erkenntnis: »Endlich weiß ich, warum es mir so schlecht geht« führt nicht zu einer Besserung. Vielmehr geht es in der Lösungsorientierten Kurztherapie um eine differenzierte Betrachtung des Problems in seinem Kontext. Die spezifischen Bewältigungsmechanismen des Klienten, die positive Absicht hinter dem Problemverhalten sowie die das Problem begünstigenden Verhaltensweisen oder Umstände werden herausgearbeitet. Es werden Zusammenhänge gefunden, in denen das gleiche Verhalten nützlich und angemessen ist. Daraus werden passende individuelle Lösungsmöglichkeiten für bestimmte Situationen mit dem Klienten zusammen erarbeitet.

Verschiedene Probleme haben die Neigung, sich zu verselbstständigen. Das heißt, das Problem selbst wird zum Problem und vergrößert sich dadurch überdimensional. Grundsätzlich kann so etwas bei jedem Problem passieren, jedoch tritt es bei bestimmten Störungen häufiger auf. Dazu zählen beispielsweise manche kindliche Entwicklungsstörungen, AD(H)S oder auch sexuelle Störungen bei Erwachsenen. Die Größe eines Problems steht aus Sicht der Lösungsorientierten Kurztherapie in keinem Verhältnis zu dessen Lösbarkeit.

Die Lösungsorientierte Kurztherapie braucht nicht auf der (oberflächlichen) Verhaltensebene zu verharren, sondern kann mit Hilfe bestimmter Interventionen innerhalb kürzester Zeit in tief liegende Problemschichten vordringen. Dies setzt ein verantwortliches und sicheres Handeln des Therapeuten voraus.

Der messbare Erfolg der Lösungsorientierten Kurztherapie besteht darin, dass es dem Klienten nach jeder Behandlung besser als vorher geht und dass er Veränderungen mit nach Hause nimmt.

Die Lösungsorientierte Kurztherapie kommt meist mit maximal 10 bis 15 Sitzungen aus, häufig weniger.

© Heidrun Krebs. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Veröffentlicht am 30.03.2009, zuletzt geändert am 25.02.2011.

Literatur

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