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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Maltherapie

Autorin: Marion Wolf, Birkenstraße 11, 26524 Berumbur
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Therapeutisches Malen hat meditativen Charakter – es findet in entspannter Atmosphäre und innerer Versenkung statt: An einem idyllischen See, einem einsamen Meeresstrand, in der Wüste, auf einem Berg oder einfach nur an einem beschaulichen Ort in einem ruhigen Garten oder Park. Man kann sich auch in ein Zimmer zurückziehen, wo einen niemand stört und dazu bewusst eine Musik anhören, die genau in jenem Moment gut tut. Wenn sich die Teilnehmer über die Musik einig sind, kann auch eine schweigende Kleingruppe gemeinsam malen. Wir setzen uns mit Papier und einem Arsenal Farben oder Farbstiften unserer Wahl hin und malen einfach drauflos, ohne nachzudenken:

Einen Baum (s-w) mit Bleistift, Kreide oder Tusche.
Abstrakt irgendwelche Formen in von uns gewählten oder gemischten Farben.
Eine Gruppe Tiere in bunten Farben (müssen keine realen Tiere sein).
Eine Szene aus unserem Lieblingsmärchen (oder Film).

Sinnvoll ist es, sich zuvor in meditative Stimmung zu begeben und dem Unterbewusstsein die Aufgabe vorzustellen. Begonnen wird, wenn wir das Gefühl haben, »jetzt geht?s los«. Neulinge müssen sich vielleicht zum ersten Strich zwingen, aber dann läuft alles wie von selbst. Allein das entspannte Kreativsein befreit die Seele – auch Menschen, die nie zuvor so etwas machten und sich für künstlerisch völlig unbegabt halten, gewinnen Freude an diesem meditativen Spiel mit Farben und Formen. Es kommt auch überhaupt nicht darauf an, museumsreife Kunstwerke zu erschaffen, sondern sich in seinem momentanen Befinden auszudrücken. Das Resultat ist immer etwas sehr Persönliches.

Der Therapeut kann aus den Bildern viel herauslesen und die Ergebnisse mit dem Klienten besprechen: Aus dem Unterbewusstsein heraus malt nämlich jeder Mensch symbolisch seine Lebenssituation und seine Lebensproblematik – deshalb auch das »befreiende Gefühl«: Es ist etwas »herausgekommen«, was einen belastet hat. Auf diese Weise gemalte Bilder sind ein diagnostischer Einstieg in ein Lebensberatungsgespräch. Sie können auch bereits bekannte Diagnosen bestätigen oder vervollkommnen.

Die Märchen-Therapie kann die Analyse festigen und den nächsten Schritt begleiten: Die Suche nach sinnvollen Wegen aus der Krise. Wer einmal die Logik der Traumsymbolik in Märchen und Malerei gelernt, die Bildinterpretationen mit seinem Therapeuten durchgesprochen und die dazu gehörigen Regeln behalten hat, kann sich mit etwas intuitiver Begabung zukünftig mithilfe von neuen Bildern selbst auf die Schliche kommen oder anhand der Bilder seiner Kinder erkennen, was diese gerade bewegt.

© Marion Wolf. Alle Rechte liegen bei der Autorin.

Siehe auch: Lebensberatung · Meditation · Musiktherapie · Sandspieltherapie

Veröffentlicht am 14.06.2007, zuletzt geändert am 25.02.2011.

Literatur

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