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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Meditation

Zentrales Element jeglicher Meditation ist die Achtsamkeit – die achtsame Wahrnehmung. »Wahrnehmen, was ist« oder »Wahrnehmen der Gegenwart, der Wirklichkeit« sind mögliche Antworten, um das Wesen von Meditation auf eine kurze Formel zu bringen. Achtsam wahrnehmen mit allen Sinnen: sehen, hören, spüren, riechen, schmecken. Das Wesen der Meditation ist uns also sehr vertraut und nichts, wozu komplizierte oder hochtheoretische Einführungen nötig wären.

Das Denken tritt in den Hintergrund zugunsten der Wahrnehmung. Vom Denken über die Wirklichkeit gelangt der Meditierende zur Wahrnehmung der Wirklichkeit selbst. Abstand vom Denken gewinnen heißt auch, dass das »Ich soll, muss, will, ich müsste und ich sollte...« in den Hintergrund tritt, ebenso wie die negative Bewertung meiner Selbst (Schwächen, Mängel, Krankheiten). Zumindest für den Moment der Meditation gilt: »Ich darf so sein, wie ich bin.«
Die Hetzjagd und Last der kreisenden Gedanken lässt nach und die ihrer Natur nach ruhige Wahrnehmung gewinnt die Oberhand. Dies führt bei den meisten Meditierenden zu innerer Sammlung, Entspannung und Gefühlen von Ruhe, Einssein, Weite und innerem Frieden. Solche Erfahrungen geben mit der Zeit einen inneren Halt im Alltag. Und doch dies sind »nur« angenehme Begleiterscheinungen. Das eigentliche Ziel der Meditation - einerlei, ob im Moment die hellen oder die dunklen Seiten in mir überwiegen - bleibt die Achtsamkeit: »Wahrnehmen, was ist«.

Meditation im Alltag

Wer die Übung der Achtsamkeit regelmäßig übt, kann auf folgende positive Entwicklungen hoffen: Zum einen hilft sie, den Alltag bewusster zu leben. Also im Alltag Achtsamkeit sowohl für die Umgebung wie auch für mich selbst zu entwickeln. Je öfter dies gelingt, desto klarer wird, welche Situationen, Tätigkeiten oder Personen mich stören oder belasten. Wenn dies unbewusst bliebe, könnte es zu seelischen sowie körperlichen Spannungen und Störungen führen. Umgekehrt hilft es natürlich zu erkennen, welche Situationen, Tätigkeiten und Personen mir guttun, wo und wann ich mich körperlich und seelisch wohlfühle.

Ein weiterer heilsamer Einfluss der Meditation im Alltag ist, sich bewusst ein Gegengewicht zu Arbeit und Belastung schaffen zu können. Zum Beispiel dadurch, sich täglich oder wöchentlich eine feste Zeit »für mich« zu reservieren. Oder dadurch, dass man mehr Gespür entwickelt für Gelegenheiten, die im alltag Momente der inneren Stille und des inneren Friedens zulassen. Stress und Belastung werden sich für die wenigsten ganz vermeiden lassen. Aber es ist ein Unterschied, ob sich der Alltag dunkel vor mir auftut, oder ob er einer Landschaft mit vielen Lichtern gleicht, mit Momenten, in denen man innehalt, sich sammelt und durchatmet. In diesem Sinne ist die Meditation im Alltag das Fernziel jeglicher Meditation: Meditation und Achtsamkeit nicht nur zu bestimmten Zeiten zu praktizieren, sondern beides in den Alltag hineinnehmen zu können. Die Übung der Achtsamkeit und die innere Sammlung werden dann zu einer Grundmelodie des eigenen Lebensstils, die alles durchdringt und überall mit anklingt.

Therapeutische Meditation

Die Meditation im Alltag besitzt schon dadurch, dass sie ein bewussteres Leben fördert, eine gewisse therapeutische Wirkung. Hier muss auf eine Grenze der »Eigenbehandlung durch Meditation« hingewiesen werden: Menschen mit psychiatrischen Krankheiten (z.B. Schizophrenien, Psychosen, Phobien, schweren Depressionen mit Suizidneigung) sowie Opfern frühkindlichen Missbrauches wird dringend von der Meditation ohne entsprechend qualifizierte Leitung abgeraten. Unter Beachtung dieser Grenze wird Meditation jedoch im therapeutischen Bereich vielfältig eingesetzt. Beispielhaft seinen hier drei Anwendungsarten vorgestellt:

Autor: Ralf Jürgens, Bünde

Siehe auch: Geistiges Heilen · Maltherapie · Spirituelle Heilung

Veröffentlicht am 05.06.2007, zuletzt geändert am 25.08.2012.

Literatur

Adressen zum Thema »Meditation«

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