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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Mentaltraining

Autor: Friedhelm Tramp, Wirteltorplatz 12, 52349 Düren
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Mit Mentaltraining zum Erfolg

Mentaltraining (MT) ist die geistige Einübung und Vorwegnahme eines zukünftigen Erfolges. Mentaltraining ist, besonders im Sport, ganz legales geistiges Doping, das nicht nachzuweisen ist, aber wirken kann wie ein starkes Aufputschmittel.

Übung macht den Meister

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass man eine Fähigkeit um so besser beherrscht, je öfter man sie ausgeführt hat. Das trifft auf alle Bereiche des Lebens zu. Das beginnt bereits im Kleinkindalter mit dem Einüben des Gehens. Ein Kind fällt, während es das Gehen übt, sehr oft auf die Nase, dann schafft es es für einige Sekunden auf den Beinen zu bleiben, und endlich kann es richtig gehen. Die Übung macht den Meister. Dieses Gesetz zieht sich durch das ganze menschliche Leben. Ob wir uns später im Lesen, Schreiben oder Rechnen üben, ob wir uns in einer künstlerischen Betätigung üben, oder ob wir uns in einer Sportart verbessern wollen. Immer führt das häufige Anwenden unserer Fähigkeiten dazu, dass wir die Übung mit jeder Wiederholung leichter, besser und sicherer ausführen können.

Der Kick an die Spitze

Ein altes Sprichwort lautet: Vor den Erfolg hat der Herr den Schweiß gestellt. Wirklich? Nicht wirklich! Derjenige, der das Sprichwort geprägt hat, kannte nämlich noch nicht das Mentaltraining. Denn Mentaltraining ist die legitime Abkürzung zum Erfolg. Ganz Faule werden alleine durch das Mentaltraining schon sehr beachtliche Erfolge erringen, für Fleißige ist Mentaltraining der Kick an die Spitze!

Real – Irreal?

Dazu nutzt das Mentaltraining eine ganz spezielle Eigenart unseres Gehirns. Das Gehirn kann nicht zwischen Ereignissen unterscheiden, die wir tatsächlich einmal erlebt haben und solchen Ereignissen, die wir uns sehr intensiv vorgestellen. Dazu gehört z.B. die lebendige Vorwegnahme des eigentlichen Erfolges, als auch die geistige Vorwegnahme des Weges hin zu unserem Erfolg. Je lebendiger wir uns unser Ziel und den Weg dorthin vor unserem geistigen Auge vorstellen, desto sicherer und schneller werden wir unsere Ziel erreichen. Allerdings reicht alleine die visuelle Repräsentation oft nicht aus. Das heißt, sich nur ein Bild von seinem Ziel machen ist häufig ein zu schwacher Stimulus.

Entscheidend für den Erfolg ist, dass wir uns unser Ziel oder den Weg dorthin mit allen Sinnen, die wir besitzen bereits im Vorfeld vorstellen. Dazu gehört es, dass wir bereits fühlen, wie es ist, wenn wir unsere Ziel erreicht haben, dazu gehört es, dass wir bereits hören, riechen, schmecken, wie es ist, wenn wir da sind, wo wir hin wollen. Je lebendiger wir es also schaffen unser Ziel bereits vor unserem geistigen Auge zu repräsentieren und mit allen Sinnen wahrzunehmen, desto leichter werden wir es erreichen. Dieser Erfolg kann sowohl auf sportlichem Terrain liegen, als auch auf Gebieten, in denen wir ein neues Verhalten in anderen Gebieten einüben wollen. Beispiele sind das erfolgreiche Absolvieren einer Prüfung, der erfolgreiche Abschluss einer Verhandlung oder das erreichen eines beruflichen Karrierezieles.

Die Russen sind schuld

Der Einsatz des Mentaltrainings hat sich in den letzten Jahren besonders im sportlichen Bereich fest etabliert. Begründet wurde das MT im Sport in der früheren Sowjetunion. Dort haben erfolgreiche Sportler sich bereits in den 1960er Jahren mittels autogenem Training in einen Trancezustand versetzt und konnten in diesem entspannten Zustand bereits Techniken einüben, die sie physisch noch gar nicht beherrschten. Durch das MT waren die Bewegungsabläufe aber bereits fest im Unterbewusstsein verankert und konnten dann beim tatsächlichen Training und beim Wettkampf viel schneller umgesetzt werden.

Denk Dir Deine Muckis

Mit Mentaltraining kann man im sportlichen Bereich nicht nur den Erfolgswillen stärken, sondern auch die Technik verbessern und sogar den Muskelaufbau fördern.

Bereits einige Jahre alt sind die Experimente mit Unfallopfern, denen ein Bein eingegipst werden musste. Normalerweise verkleinern sich Muskel sehr schnell, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Im Experiment wurde eine Gruppe von Unfallopfer dazu angehalten, sich eine natürliche Bewegung mit ihrem eingegipsten Bein vorzustellen, die sie natürlich nicht wirklich ausführen konnten. Als Vergleich diente eine Gruppe von Patienten, denen zwar auch ein Bein eingegipst wurde, die aber keine Gedankenübungen ausführen sollten. Das Ergebnis war verblüffend. Nachdem die Gipsmanschetten bei beiden Gruppen entfernt waren, hatte die Gruppe, die ein mentales Krafttraining durchgeführt hatte einen erheblich geringeren Muskelschwund als die Gruppe, die ihren Gips nur »gedankenlos« durch die Gegend trug.

Ein ähnliches Experimente wurde unlängst an der Universität Gießen im direkten sportlichen Kontext durchgeführt. Die Teilnehmer des Experimentes sollten sich vorstellen, dass Sie Hanteln stemmten. Alleine durch diese Vorstellungsübung vergrößerte sich die Muskelmasse und die Kraft der Teilnehmer.

Hypnose und Co.

Verschiedene Techniken sind heute die sichere Basis für ein erfolgreiches Mentaltraining. Zweifelsohne gehört das autogene Training zu den Standardtechniken, um in einen entspannten Zustand zu gelangen. Hinzugekommen sind aber noch Techniken wie die Selbsthypnose, die Fremdhypnose und die Affirmationstechnik. In den letzten Jahren hat sich auch die energetische Psychologie etabliert, die mit dem EFT (Emotional Freedom Techniques) eine besonders leicht zu erlernende Technik hervorgebracht und dadurch bereits eine weite Verbreitung erfahren hat.

© Friedhelm Tramp. Alle Rechte liegen beim Autor.

Siehe auch: Autogenes Training · Coaching · Emotional Freedom Technique (EFT) · Hypnose · Selbsthypnose

Veröffentlicht am 26.06.2007, zuletzt geändert am 03.01.2013.

Literatur

Adressen zum Thema »Mentaltraining«

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