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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Narbenentstörung

Autor: Thomas Winter, Steinkopfweg 39 a, 65931 Frankfurt / Main-Zeilsheim
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Narben können generell wichtige Energiebahnen wie z.B. Meridianverläufe oder Lymphgefäße des gesamten Körpersystems fehlleiten, irritieren oder gar blockieren. Insbesondere das Meridiansystem welches die »energetische Versorgungsleitung« des gesamten Körpers darstellt, kann durch Narben aus dem Gleichgewicht geraten. In gesundem Zustand befindet es sich in einem harmonisch-dynamischen Fließgleichgewicht.

Ist ein Meridian durch eine Narbe unterbrochen, so sind die nächsten Meridiane energetisch unterversorgt, während der Vorhergehende gestaut ist. Sowohl Energiestau als auch Energieleere sind meist schmerzauslösende Faktoren. Daraus können auf Dauer unerklärliche Beschwerden entstehen die an der schwächsten Stelle des Körpers zu Krankheiten und Schmerzen führen. Meist treten erst nach vielen Jahren diese Symptome auf, die sich dann weder organisch noch psychisch erklären lassen.

In der Neuraltherapie geht man auch davon aus, das mehrere oder alle vorhandenen Narben zusammen ein Störfeldgeschehen auslösen können. Weitere Störfelder können die Tonsillen, die Nasennebenhöhlen sowie die Zähne sein. Die häufigsten Störfelder jedoch sind die Narben (s. Peter Dosch: Lehrbuch der Neuraltherapie nach Huneke), unabhängig von Größe, Lage und Aussehen der Narbe.

Verschiedene Methoden der Narbenentstörung

Störende Narben können durch sehr aufwändiges, monatelanges, mehrmals tägliches Einmassieren mit speziellen Salben oder auch mit silikonhaltigen Gelen behandelt werden. Zur Unterstützung der Wirksamkeit Heparin-haltiger Narbengele wird auch gelegentlich Ultraschall angewendet. Andere Verfahren sind das Lasern, intensive Schröpfmassagen, die Akupunktmassage nach Penzel (APM) oder eben die die Neuraltherapeutische Entstörung mit größten Behandlungserfolgen.

Bereits in den zwanziger Jahren begannen die Brüder Huneke, die Begründer der Neuraltherapie, Narben mit einem lokalen Betäubungsmittel zu unterspritzen. Wie man heute weiß, pendelt sich durch die eingespritzte Flüssigkeit (hier wird meist Procain oder Lidocain verwendet) das elektrische Aktionspotential der Narbenzellen wieder auf den Normalwert ein. Die narbenbedingte Meridianblockade wird somit überbrückt. Natürlich haben die Injektionen in ein Narbengewebe auch einen mechanischen Aspekt. Wiederholte Infiltrationen lockern so die Gewebestruktur der kollagenen Bindegewebsfasern spürbar auf und blockierende Adhäsionen lösen sich.

Wie erkennen Sie ein Narbenstörfeld?

Um selbst eine Narbe zu erkennen die ein Störfeld darstellt sollten Sie sich folgende Fragen stellen und diese Punkte beobachten:

Jede einzelne Frage der oben angegebenen Punkte für sich betrachtet kann dabei einen Hinweis auf eine Narbe als Störfeld geben.

Auch die Testung mit Spenglersan-Kolloiden zur Auffindung eines Störfeldes oder Herdgeschehens kann evtl. in Betracht kommen. Hierbei wird das Mittel lediglich in die Ellenbeuge eingerieben. Moderate Schmerzen im Bereich der Narbe sind dann bei einer Narbe als Störfeld zu erwarten. Hierbei sollten Sie sich aber wegen der Kontraindikationen von einem erfahrenen Therapeuten beraten lassen.

Die Behandlungsdauer der neuraltherapeutischen Entstörung

Die Behandlungsdauer ist natürlich immer vom jeweiligen Befund abhängig (zB. schwierige Lage der Narbe, Anzahl, Größe, Verwachsungen, etc.) und dem Ansprechen der Symptomreduktion (z.B.Trigeminusschmerz nimmt ab). Eine Narbenentstörung geht in der Regel also über mehrere Behandlungen bis der Energiefluss wieder optimal funktioniert. Aus der Erfahrung heraus reichen jedoch meist 2-3 Sitzungen. Eine Sitzung dauert dann ca. 20-30 Minuten, gelegentlich länger. Danach kann die Narbe optional vom Patienten weiterbehandelt werden, indem er die Narbe mit einer speziellen Salbe eincremt und massiert.

© Thomas Winter. Alle Rechte liegen beim Autor.

Siehe auch: Akupunktmassage · Schröpfen · Laserakupunktur

Veröffentlicht am 09.05.2008, zuletzt geändert am 26.02.2011.

Literatur

Adressen zum Thema »Narbenentstörung«

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