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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Pesso-Therapie

Autorin: Barbara Fischer-Bartelmann, Köpfelweg 58, 69118 Heidelberg (Ziegelhausen)
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Einführung: Was ist Pesso Boyden System Psychomotor (PBSP)?

PBSP ist eine weltweit verbreitete Methode der Psychotherapie und des emotionalen Wachstums, entwickelt von
Albert Pesso und Diane Boyden-Pesso. Sie ist bei einem weiten Spektrum von psychologischen und emotionalen Anliegen hilfreich und ermöglicht auf spezifische Weise,

Durch die besonderen Techniken dieser Methode ist es möglich, sich von den lebenslang nachwirkenden Folgen solcher Erinnerungen zu befreien. Als »Antidot« dazu werden neue, lebensbejahende symbolische Erinnerungen konstruiert. Diese heilenden Bilder und Erfahrungen werden sorgfältig und individuell entworfen und so installiert, als ob sie in der tatsächlichen Vergangenheit erlebt worden wären. Auf diesem neuen Hintergrund wird es möglich, die Gegenwart zufriedener, sinnvoller, froher und in besserem Kontakt mit anderen zu erleben. Anstelle der alten Verletzungen werden nun diese positiven Erinnerungsbilder zum Vorbild einer Zukunft, in die hoffnungsvoller und optimistischer geblickt werden kann.

Wie wird gearbeitet?

In hinführenden Übungen können die KlientInnen zunächst Erfahrungen machen mit den Bewegungs- und Ausdrucksweisen ihres Körpers und mit der psychologischen Bedeutung von Abstand und räumlicher Anordnung. Beide sind wesentliche Elemente der therapeutischen Arbeit in »Strukturen«. In einer Struktur besteht die Gelegenheit (in Gruppen für jeweils ein/e Gruppenteilnehmer/in während einer abgegrenzten Zeit), mithilfe der Therapeutin (und ggfs. den anderen Gruppenmitgliedern oder Gegenständen als Rollenspielern) eine schwierige gegenwärtige Situation oder eine persönliche Frage zu bearbeiten.

Die innere Wahrheit dieser Situation wird zunächst in all ihren äußeren und inneren Aspekten ergründet und in ihrer »Architektur« mit Objekten und Rollenspielern im Raum anschaulich gemacht (»Wahre Szene«). Oft wird hieraus spontan die Verbindung zur Lebensgeschichte deutlich, weil frühere Verletzungen oder Entbehrungen fortwirken, das Erleben der Gegenwart prägen und eine befriedigende Lebensgestaltung erschweren (»Historische Szene«).

Die Kenntnis dieser hinderlichen frühen »Programmierung«, aber auch die Weisheit des Körpers mit seinen unwillkürlichen, im Dienste der Seele stehenden Impulsen und Empfindungen, ermöglicht die Konstruktion einer heilenden Szene, die diese Lebensgeschichte korrigiert: das heilende, symbolische Erleben genau dessen, was damals stattdessen notwendig gewesen wäre, was der Person und ihren Anlagen wahrhaftig entsprochen hätte (»Antidotszene«). Diese Erfahrung wird mit allen Sinnen aufgenommen und wirkt erstaunlich befreiend. Sie erweitert die Wahrnehmung heutiger Situationen und setzt die innersten Kräfte frei zu weiteren Schritten der Selbst-Verwirklichung im Hier und Jetzt.

Bild

Literatur:

© Barbara Fischer-Bartelmann. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Veröffentlicht am 06.03.2008, zuletzt geändert am 26.02.2011.

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