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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Radiästhesie

Autor: Reiner Padligur, Alte Str. 37 b, 58452 Witten
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Das Aufsuchen besonderer heiliger Orte ist in allen Kulturen die wichtigste Basis ihrer Identität und religiösen Entwicklung. Kraftorte oder heilige Plätze können mit zu einer persönlichen Stärkung und zur Förderung einer spirituellen Entwicklung beitragen. Die besondere Qualität an einem Ort kann dabei auch durch das Vorhandensein von Erdstrahlen verursacht werden. Seit Beginn der Sesshaftwerdung der Menschheit wurden deshalb auch Erdstrahlen bei der Auswahl und Gestaltung von Siedlungsplätzen, Wegen und heiligen Orte mit berücksichtigt. Viele biologische Wachstumsveränderungen in der Natur und die besondere Wirkung von heiligen Orten oder sogenannten Kraftorten sind oftmals nur über besondere Erdstrahlenstrukturen an diesem Ort zu erklären und zu begründen.

In der Radiästhesie, der Wissenschaft der Strahlenfühligkeit, werden die Phänomene des Einflusses der Erdstrahlen mit physikalischen und biophysikalischen Untersuchungsmethoden wissenschaftlich betrachtet und analysiert. Dabei stehen vor allem die wissenschaftliche Begründbarkeit und Beweisbarkeit des Phänomen der Erdstrahlen im Vordergrund. Vom Wortsinn wird die »Radiästhesie« (von lateinisch »radius« = der Strahl und griechisch »aistanomai« = empfinden) abgeleitet. In der Radiästhesie beschäftigt man sich deshalb mit dem Phänomen des Fühlens von Ausstrahlungen der Erde und anderer Objekte. Dabei werden Pendel und Wünschelrute als Instrumente eingesetzt, um die Körperreaktionen und Empfindungen im Menschen zu verstärken und sichtbar zu machen.

Um eine Akzeptanz gegenüber dem Wünschelrutengehen und Pendeln auch von misstrauischen Skeptikern zu erhalten, sind die Beweise und Erklärungen zum Rutenphänomen aus der wissenschaftlichen Radiästhesie äußerst wichtig. Seriöse Untersuchungen sollten dabei allerdings immer als Doppelblindversuch durchgeführte werden, bei denen der Versuchsleiter und die Versuchspersonen keine Erkenntnisse von den störenden Erdstrahlen hatten. Alle anderen Untersuchungsergebnisse sind besonders in der Radiästhesie nicht vertrauenswürdig, da vor allem im feinstofflichen Wirkungsbereich immer auch die mentale Einstellung und das mentale Wissen über einen Einfluss der Erdstrahlen bereits die Ergebnisse bestimmen.

Eindrucksvoll sind in diesem Zusammenhang die Ergebnisse der Untersuchungen von Herbert L. König und Hans-Dieter Betz, die 1988 mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung und Technik sowie der Karl- und Veronica-Carstens-Stiftung den hochsignifikanten reproduzierbaren Zusammenhang zwischen Rutenreaktionen und noch unbekannten ortsbedingten Umweltreizen auf den Menschen im Einzelfall wissenschaftlich nachgewiesen haben (siehe auch: Der Wünschelruten-Report).

Daneben entbehren allerdings die von einigen Rutengängern gemachte Feststellung, dass jeder Krebs durch Erdstrahlen im Schlafbereich verursacht wird, jeglicher Realität. Diese Aussagen sind immer ein Zeichen für eine übertriebene Bewertung der Bedeutung der Erdstrahlen und einer unrealistischen Selbsteinschätzung des Rutengängers seiner Arbeit gegenüber. Bedenklich ist es auch, wenn bei Schlafplatzuntersuchung von einem Rutengänger bei allen seinen Untersuchungen immer wieder nur Erdstrahlen als ausschließliche Ursache der Krankheiten der Bettbenutzer festgestellt werden. Gerade im Bereich der Baubiologie gibt es eine Vielzahl von Belegen das gesundheitliche Störungen und Krankheiten im häuslichen Umfeld durch dort verwendete Giftstoffe, allergene und sonstige baubiologischen Belastungen, z.B. wie Schimmel oder Elektrosmog, verursacht werden können. Durch vergleichende Untersuchungen von gestörten und ungestörten Standorten wird in der Radiästhesie allerdings immer wieder der Zusammenhang von biologischen Effekten und Krankheiten durch Erdstrahlen statistisch bewiesen (siehe auch den Lexikonbeitrag Geobiologische Untersuchung).

In der physikalischen Radiästhesie wird versucht die Phänomene der Erdstrahlen mit den Theorien aus dem naturwissenschaftlichen Bereich der Schwingungsphysik zu erklären. Viele Rutentechniken der Wünschelrutengänger basieren auf konkreten physikalischen und biologischen Gegebenheiten über die dementsprechend auch viele Rutenreaktionen begründet werden können. In der physikalischen Radiästhesie werden mit den Theorien der Resonanz- und Interferenzeffekten eine Vielzahl von Rutenreaktionen und Rutentechniken eindrucksvoll erklärt. Aus diesem Hintergrund hat sich innerhalb der Radiästhesie auch ein Spezialgebiet der Grifflängentheorie entwickelt. Mit speziellen Wünschelruten, die hochfrequenztechnisch Mikrowellenempfänger sind, z.B. die Lecher-Antenne oder die HR3-Rute, werden die Phänomene der Erdstrahlen entsprechend nach spezifischen Grifflängen unterschieden und untersucht. Die physikalische Radiästhesie ist dabei eine Möglichkeit die Wirkung der Erdstrahlen auf den Menschen auch im naturwissenschaftlich Sinn glaubhaft und nachvollziehbar zu erklären.

In der mentalen Radiästhesie werden dagegen alle vorwiegend geistigen Methoden zusammengefasst, die auch ortsbedingte unspezifische Gefühle und Stimmungen oder Fernwahrnehmungen berücksichtigen. Rutengänger die ausschließlich mentalen Techniken bei ihrer Arbeit einsetzen haben teilweise eindrucksvolle Ergebnisse, wie z.B. das Auffinden von verlorenen Gegenständen oder Erfolge bei der Brunnensuche. Die Erfolge der mentalen Radiästhesie sind aber, anders als bei der physikalischen Radiästhesie nicht, wissenschaftlich nicht zu erklären.

© Reiner Padligur. Alle Rechte liegen beim Autor.

Siehe auch: Geobiologische Untersuchung

Veröffentlicht am 18.05.2010, zuletzt geändert am 26.02.2011.

Literatur

Adressen zum Thema »Radiästhesie«

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