Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen
Reinkarnationstherapie
Autorin: Anja Bielmeier, Professor-Benjamin-Allee 1, 82067 Ebenhausen-Schäftlarn
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Die Reinkarnationslehre geht davon aus, dass die Seele ein unvergängliches Wesen ist und sich immer wieder in verschiedene Egopersönlichkeiten inkarniert. Die Reinkarnationstherapie, auch Rückführungstherapie oder Seelenreisen genannt, macht sich dieses Vorstellungsmodell zu Nutze. Frühere Leben dienen hierbei als Bühne, um unbewusste Seeleninhalte bewusst zu machen. So können Hintergründe unseres zeitlosen Musters aufgedeckt werden und Aufschluss über unsere aktuellen Problematiken geben. Unsere inneren Figuren (Persönlichkeitsanteile) können so plastisch miteinander agieren und kommunizieren. Gerade ungeliebte Persönlichkeitsanteile werden neu erfahren, durchleuchtet und bestenfalls angenommen. Dadurch werden neue Potenziale und Reserven frei. Der Klient hat die Möglichkeit sich selbst im Sinne von »vollkommener werden« zu heilen.
Jede Therapiesitzung besteht aus einem Vor- und Nachgespräch, einer Entspannungsphase (mittels Atmung) und dem Bildern. Bilder sind die Sprache der Seele. Gedanken, Eindrücke und Gefühle werden vom Klienten ausgesprochen. Der Therapeut unterstützt durch offene Fragen, und so baut sich nach und nach eine Kulisse in einem möglichen früheren Leben auf.
Ob der Klient an die Wiedergeburt glaubt oder nicht spielt dabei keine Rolle. Diese Therapieform ist tiefenpsychologisch fundiert und erlebnisorientiert. Es zählt nicht historische Richtigkeit, sondern einzig und allein die seelische Wirklichkeit.
© Anja Bielmeier. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Siehe auch: Remothering
Veröffentlicht am 18.07.2007, zuletzt geändert am 26.02.2011.
Literatur:
Adressen zum Thema »Reinkarnationstherapie«
© 2012 Gesunder-Mensch.de - Portal für ganzheitliche Gesundheit. Zuletzt geändert: 26.02.2011. (0,172 Sek.)
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