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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Säure-Basen-Haushalt

Autorin: Sabine Becker, Eglhartinger Str. 19, 85614 Kirchseeon
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Mit »Säure-Basen-Haushalt« werden physiologische Regelmechanismen bezeichnet, die alle Stoffwechselvorgänge im Körper im Gleichgewicht zwischen sauer und alkalisch reagierenden Stoffen (Basen) im Blut halten. Ist dieses Gleichgewicht beispielsweise durch eine Übersäuerung (Azidose) bei entgleisten Zuckererkrankungen oder chronischen Nierenerkrankungen gestört, werden wichtige Stoffwechselvorgänge im Körper lebensbedrohlich gestört. Doch auch falsche Ernährung kann zu Übersäuerung führen.

In der Naturheilkunde ist der Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts die Grundlage der Behandlung eines ungünstigen Säure-Basen-Haushalts. Hildegard von Bingen (1098-1179) erkannte im frühen Mittelalter die Bedeutung vollwertiger, naturnaher Lebensmittel, die unsere Körpersäfte stärken. Die Fundamente der Verdauungslehre legte der Österreichische Arzt Dr. Franz Xaver Mayr um die Jahrhundertwende und wies dabei immer wieder auf den Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts hin. In den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts rückte der schwedische Ernährungsforscher Ragnar Berg den Mineralstoffwechsel und die Spurenelemente in den Mittelpunkt der Diskussion. Die Pioniere der Ernährungs- und insbesondere der Säure-Basen-Forschung wie Maximilian Bircher-Benner oder Friedrich Sanders bestätigten die Wichtigkeit eines ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalts.

Die täglich anfallenden Säuren muss der Körper mit basischen Mineralstoffen binden und neutralisieren, um sie ausscheiden zu können. Werden mit der Nahrung nicht genügend natürliche Mineralstoffe zugeführt, bedient sich der Körper aus seinen Reserven wie beispielsweise den Fingernägeln, Haarboden, Knochen oder Zähnen. Dadurch werden der Körper und die Knochen entmineralisiert, das Osteoporose-Risiko steigt. Anzeichen wie beispielsweise Haarausfall, brüchige Fingernägel oder Rückenbeschwerden können auf eine Übersäuerung des Körpers hindeuten.

Die Ursachen einer Übersäuerung liegen meist in einem Übermaß an Säure bildenden Lebensmitteln wie denaturierte und chemisch konservierte Fleisch-, Wurst-, Zucker- und Weißmehlprodukte, Genussmittel aller Art (Kaffee, Cola, Alkohol, Nikotin), Giftstoffe (Zahnmaterialien, Wohngifte), Medikamente, Elektrosmog, Stress und Ärger sowie zu wenig gutes Wasser und mangelnde Bewegung. Sind die Ausscheidungsorgane überlastet, werden die neutralisierten Säuren als sauer reagierende Salze (Schlacken) in erster Linie ins Bindegewebe eingelagert, die so genannte Orangenhaut (Cellulite) entsteht, die nicht nur ein kosmetisches Problem ist. Reicht die Lagerkapazität für diese sauren Stoffwechselprodukte nicht mehr aus, gelangen sie auch in Organe oder ins Gehirn und vergiften ihn förmlich. Die Folgen davon können weitreichend sein: Beispiele sind Depressionen, Gicht oder Rheuma. Je größer die Säurebelastung ist, desto gravierender werden die Beschwerden.

Für die ideale Ernährung müssten die Mahlzeiten zu 80% basisch sein. Die heutigen Ernährungsgewohnheiten sind aber meist genau entgegengesetzt. Bereits abgelagerte Schlacken lassen sich durch spezielle Basenpräparate neutralisieren, gute Salzbäder, reichlich gutes und energiereiches Wasser sowie viel Bewegung an der frischen Luft zur Ausscheidung steigern das Wohlbefinden. Je intensiver der Körper basisch unterstützt wird, desto schneller wird sich das innere Befinden und das Aussehen verbessern. Spezielle Kräutertees und gutes Wasser lösen die im Körper in den Schlacken abgelagerten Giftstoffe wieder. Bevor die Schlacken ausgeschieden werden können, müssen sie mit natürlichen Basen neutralisiert werden. Danach werden die nun gebundenen Giftstoffe über Lunge, Darm, Niere und Haut ausgeleitet. Dies kann mit basischen Fuß- und Vollbädern über die Haut unterstützt werden, dem größten Organ des Körpers.

© Sabine Becker. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Veröffentlicht am 26.10.2007, zuletzt geändert am 26.02.2011.

Literatur

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