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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Sotaiho

Autor: Heiko Schulze, Ritter-Brüning-Str. 27, 30449 Hannover
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Sotaiho

Sotaiho oder kurz Sotai ist eine japanische Heilmethode zur Wiederherstellung der Körperbalance. Beim Sotaiho wird durch die positive Verstärkung angenehmer Bewegungsrichtungen die Bewegungskette wiederhergestellt und so das betroffene Segment reorganisiert. Ziel ist es, Atmung und Bewegung zu synchronisieren, so dass ein gesundes Körperbewusstsein entsteht und die Sensibilität dafür zunimmt, was gut und was schlecht ist. Die Methode wurde wurde von Keizo Hashimoto (1897-1993) entwickelt.

Wiederherstellung der Körperbalance

Viele Menschen leiden unter Gelenkbeschwerden, Verspannungen und Schmerzsyndromen. Zumeist liegt das an einem Ungleichgewicht in der Skelettmuskulatur, die die Knochen aus ihrer Balance bringt und verantwortlich für die unterschiedlichsten Schmerzzustände ist. Mit Hilfe einfacher Grundbewegungen und einer gezielten Atmung werden angenehme Bewegungen (wieder)entdeckt. Durch Verstärkung dieser (angenehmen) Bewegungsrichtungen wird der Körper wieder in seinen Gleichgewichtszustand gebracht. Dadurch können Schmerzprobleme gelöst und auch andere körperliche Beschwerden gelindert werden.

Grundsätzlich geht man davon aus, dass der Organismus aus sich selbst heraus seine Balance wiederherstellen möchte. Das Behandlungsprinzip ist also das Folgende: zunächst wird der Betroffene bei seiner gewohnten oder vertrauten Bewegung begleitet, um sie dann durch einen sanften Impuls neu zu sortieren. Das Besondere dabei ist die aktive Mitarbeit des Patienten. Damit lernt er,

Er begreift, dass es notwendig ist, dem Körper positive Informationen zu geben, um unangenehme Erfahrungen und Gefühle zu beseitigen.

Das Gesetz der Wechselwirkung

Hashimoto beschreibt nachfolgend vier bzw. fünf Faktoren, die zu unserer Gesundheit beitragen:

  1. Atmung (im Idealfall ist sie langsam, ruhig)
  2. Bewegung (sie sollte moderat, entspannt sein)
  3. Ernährung (damit meint er eine bewusste, zuckerarme Ernährung)
  4. Denken (die Lebenseinstellung: sie sollte positiv sein, Dankbarkeit empfinden)
  5. Umwelt.

Im Idealfall herrscht zusammen mit einer lebensbejahenden Umgebung in allen vier Punkten Ausgewogenheit. Doch das ist eher selten der Fall. Normal ist, dass ein Faktor den anderen kompensieren kann, also ein Mensch, der sich schlecht ernährt kann dies durch gutes Bewegungsverhalten ausgleichen. Andererseits kann er seine Gesundheit durch schlechte, nährstoffarme Ernährung deutlich negativ beeinflussen, obwohl er sich vielleicht ansonsten ausgewogen verhält.

Zusammenfassend gilt, dass der Mensch »gesund« ist, solange innerhalb dieses Systems Ausgewogenheit herrscht. Erst wenn mindestens einer dieser Pfeiler kollabiert, entsteht Krankheit.

Dieses Prinzip hat nicht nur Gültigkeit innerhalb des Modells der vier Gesundheitsfaktoren, es bezieht sich auf jede Art von Interaktion. So besagt das Gesetz der Wechselwirkung auch, dass eine Bewegung nie (!) in einem Segment alleine stattfindet. Sie ist nicht losgelöst vom restlichen Körper! Sie breitet sich als eine Art Kette von einem Glied zum nächsten über den ganzen Körper aus.

Immer ist der gesamte Organismus in das Geschehen, in die Handlung involviert. So ist die Entstehung einer lokalen Verhärtung das Resultat eines Prozesses, der im gesamten Organismus wirkt. Ein Bandscheibenvorfall beispielsweise tritt diesem Prinzip zufolge an den Stellen innerhalb der Kette auf, die nicht durchlässig sind, dort, wo die schräglaufenden Kräfte sich sammeln.

© Heiko Schulze. Alle Rechte liegen beim Autor.

Siehe auch: Akupunktur · Akupunktmassage · Energetische Wirbelsäulenbegradigung · Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Veröffentlicht am 09.02.2009, zuletzt geändert am 31.01.2012.

Literatur

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