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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Tantra

Autorin: Esther du Vinage, Kurbrunnenstraße 30, 52066 Aachen
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Tantra (Sanskrit: »Zusammenhang, Gewebe«) ist ursprünglich eine in Indien entstandene Form des Hinduismus und bezeichnet die Verbindung zwischen Sexualität und Spiritualität. Es bedeutet aber auch innerstes Wesen, Kern, Essenz: Zu unserem innersten Wesen, zu den Wurzeln unserer Identität zurückkehren. Die Ursprünge dieses sehr alten spirituellen Weges reichen bis in matriarchale Kulturen zurück, in denen Religion als lebendige Erfahrung galt, die eng mit dem Körper, der Lust und der Sexualität verbunden war. Dies ist im Tantra bis heute erhalten geblieben. Heute versteht man darunter die Verbindung von Spiritualität und Sinnlichkeit oder Sexualität, die als Natur des Menschen respektiert wird. Elemente des klassischen Tantra und westliche Einflüsse der Gruppenarbeit, Selbsterfahrung und Therapie werden dabei vereint.

Der Körper als Tempel der Seele spielt im Tantra eine besondere Rolle. Seine Wahrnehmung als Quelle für Erfahrung und Weisheit wird geschult und seiner Lebendigkeit wird viel Aufmerksamkeit gewidmet. Denn die Erfahrung der Ganzheit des eigenen Organismus ist ein Weg zur Erfahrung der Ganzheit an sich. Jeder Mensch, der richtig verliebt ist, kann erleben, dass besonders die Sexualität ein geeignetes Medium für den spirituellen Weg sein kann. Denn der Zustand der Verliebtheit schafft eine Vorahnung der mystischen Erfahrung vom Eins-Werden – das Verschmelzen mit dem Partner, das Auflösen der eigenen Grenzen, die Erfahrung von Lust im Körper: Das Erleben der sexuelle Ekstase.

In der Sexualität ist das Energieniveau deutlich angehoben, was den Zugang zu anderen Bewusstseinszuständen erleichtert. Tantra nutzt damit unsere natürlichen sexuellen Befähigungen, um diese zu ihrer höchsten Entfaltung zu bringen und dadurch lustvoll spirituell zu wachsen. Sexuelle Energie hat uns nach tantrischer Auffassung aus der Ganzheit des Universums in den individuellen Körper gebracht. Insofern erscheint es plausibel, dass sie uns sehr gut helfen kann, zur Ganzheit zurückzufinden.

Der Begriff »Tantra« ist nicht geschützt und es ist immer angebracht sich über die Ausbildung und Befähigung der Anbieter zu informieren.

Sonderformen

Advaita-Tantra ist ein sehr körperbezogenes, energetisches Tantra. Advaita Maria Bach lernte u.a. bei Osho (Baghwan) und Margot Anand. Sie entwickelte einen eigenen ganzheitlich therapeutischen Ansatz, der klassische tantrische Techniken mit Sexualtherapie verbindet.

© Esther du Vinage. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Veröffentlicht am 26.10.2007, zuletzt geändert am 26.02.2011.

Literatur

Adressen zum Thema »Tantra«

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