Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen
UVB-Eigenblutbehandlung
Autorin: Angelika Kammerer, Meisenweg 4, 69226 Nußloch
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Unter der heute gebräuchlichen Bezeichnung »UVB« versteht man die Behandlung von Blut mit UV-Licht. In dem von Dr. Wiesner in den 1970er Jahren entwickelten Therapieverfahren wird zunächst aus der Armvene ca. 50 ml Venenblut entnommen, in einem geschlossenen Kreislauf mit UV bestrahlt und dem Patienten wieder zugeführt. Dabei wird diese kleine Menge Blut dahingehend verändert, dass durch sie im Körper katalytisch verschiedene biochemische Prozesse in Gang gesetzt werden. Besonders hervorzuheben sind dabei:
- Die Fließeigenschaft (Viskosität) des Blutes wird verbessert.
- Die Sauerstoffutilisation (-ausnutzung) wird erhöht.
- Die körpereigene Abwehr (besonders die Phagozytose) wird angeregt
- Stoffe, die zur Ausscheidung von Schadstoffen gebraucht werden, werden vermehrt hergestellt (z.B. Glutathion).
Aus diesem Wirkungsmechanismus resultieren vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in der Naturheilkunde:
- Bei allen Krankheiten, bei denen eine verbesserte Sauerstoffversorgung im Gewebe erzielt werden soll, wie Verschlusskrankheiten, Herzerkrankungen, bei Hirndurchblutungsstörungen und nach Schlaganfall, Konzentrations und Schlafstörungen u.a.
- Zur Anregung der körpereigenen Immunabwehr bei Abwehrschwäche und auch nach überstandenen Operationen.
- Bei Stoffwechselerkrankungen wie Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Diabetes (und den u.U. damit verbundenen Durchblutungsstörungen und Nervendegenerationen)
- Zur Unterstützung des Regenerationsprozesses und der Entgiftungsleistung bei Lebererkrankungen.
- Begleitend zur Krebstherapie mildert sie die Nebenwirkungen und erhöht die Verträglichkeit von Chemo- und Strahlentherapie – nicht zuletzt auch auf psychischer Ebene – und bessert somit die Lebensqualität
Meist wird initial eine Behandlungsserie von 6-10 Behandlungen durchgeführt, anfangs zweimal pro Woche, später einmal. Bei chronischen Erkrankungen kann eine Dauertherapie mit einer Behandlung pro Monat erforderlich sein.
Die UVB ist sehr gut verträglich, dennoch sollte am Behandlungstag auf körperliches Training verzichtet werden. Die gleichzeitige Einnahme von Vitaminen, Schmerzmitteln und Kortison sollte mit dem/der Therapeutin abgesprochen werden.
Die UVB ist nicht geeignet für Menschen mit Lichtdermatosen, Photoallergien, Hämophilie und natürlich im akuten Herzinfarkt.
Literaturhinweis für Therapeuten und Patienten, die mehr über die wissenschaftlichen Untersuchungen der Wirkmechanismen erfahren möchten: G. Frick, U. Frick, R. Dehmlow: Praxisleitfaden UVB und HOT. ISBN 3-7773-1463-3
© Angelika Kammerer. Alle Rechte liegen bei der Autorin.
Siehe auch: Eigenbluttherapie
Veröffentlicht am 24.09.2006, zuletzt geändert am 31.01.2012.
Literatur:
Adressen zum Thema »UVB-Eigenblutbehandlung«
© 2012 Gesunder-Mensch.de - Portal für ganzheitliche Gesundheit. Zuletzt geändert: 31.01.2012. (0,128 Sek.)
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