Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen
Vitamin C-Hochdosistherapie
Autor: Uwe Kurmeyer, Arpker Straße 12 E, 31275 Lehrte
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Die Erfahrungsheilkunde unserer Vorfahren hat uns gelehrt, bei Erkältungskrankheiten warmen Zitronensaft zu trinken. Dieser enthält das bekannteste Vitamin überhaupt, das Vitamin C (Ascorbinsäure). Der Mensch hat die Fähigkeit zur Vitamin-C-Produktion verloren und ist so auf die Fremdzufuhr in Form von Nahrungsmittel angewiesen. Ein Beispiel für Vitamin C Mangel ist die früher bei Seefahrern gefürchtete Krankheit Skorbut, da auf ihren langen Schiffsreisen kaum Vitamin C-haltige Lebensmittel zur Verfügung standen. Im Verlauf des Mangels kommt es dann zu Zahnfleischbluten, Zahnausfall, Hautblutungen, Wundheilungsstörungen und der Körper wird sehr anfällig für alle möglichen Krankheiten. Der englische Forschungsreisende und Entdecker James Cook (1728 – 1779) hatte bei seinen Seereisen Vitamin C-reiches Sauerkraut an Bord seines Schiffes und verhinderte so das Auftreten von Vitamin C Mangel. Übrigens nahmen die Wikinger bei ihren langen Seereisen Zwiebeln mit an Bord. Zwiebeln enthalten Vitamin C und sind sehr lange haltbar.
Durch wissenschaftliche Arbeiten wissen die naturheilkundlich orientierten Therapeuten, dass Vitamin C als Aktivator des gesamten Zellstoffwechsels gilt.
Es ist u. a. beteiligt bei folgenden Prozessen im Körper:
- stärkt die Abwehrkräfte
- eliminiert aggressive Abfallprodukte der Zellen (= freie Radikale, die das Erbgut schädigen und auch für Rheuma, Gefäßverkalkung und Krebs mitverantwortlich sind)
- fördert die Heilung von Knochen, Haut und Wunden
- regelt den Fettstoffwechsel, die Entgiftungssysteme des Körpers und das Hormon- und Nervensystem
Der Nobelpreisträger Prof. Dr. Linus Pauling (1901 ? 1994) glaubte, dass eine Vitamin C Einnahme von Mengen im Gramm Bereich vielen schweren Krankheiten vorbeugen kann, ja diese sogar heilen könne.
Die Grundlage der Vitamin C Hochdosistherapie ist, dass bei zahlreichen Erkrankungen der Vitamin-C-Bedarf weit höher ist, als dem Körper über die Nahrung zugeführt werden kann. Auch kann eine Erkrankung der Darmschleimhäute die Aufnahme von Vitamin C weiter reduzieren.
Also wird bei der Hochdosistherapie das Vitamin C direkt über die Blutbahn, also als Injektion oder Infusion, in den Körper gegeben. Das hat den großen Vorteil, dass der therapeutisch wirksame Vitamin-C-Spiegel sehr schnell erreicht wird und so ein rascher Heilungsprozess einsetzen kann.
Immer wieder wird gefragt, ob die Menge an hochdosiertem Vitamin C nicht anders als über eine Infusion in den Körper hineingegeben werden kann. Da die Aufnahmefähigkeit des Dünndarms für Vitamin C begrenzt ist, sollte man Vitamin C in mehreren kleinen Dosen von 100 – 200 mg über den Tag verteilt zu sich nehmen. Jedoch kann ein Genuss hoher Dosen auch zu Magenunverträglichkeit, schlimmstenfalls auch zu Durchfall, führen.
Die Erfahrungsheilkunde hat gezeigt, dass zwischen 7,5 g bis zu 60 g Vitamin C bei der Hochdosistherapie gegeben werden.
Gute Erfahrungen mit der Vitamin C Hochdosistherapie wurden u. a. bei der Behandlung von
- Burn-out-Syndrom,
- depressive Zustände,
- Infektanfälligkeit,
- bösartigen Erkrankungen (unterstützend / begleitend),
- sowie bei Wundheilungsstörungen
erzielt.
Aber auch bei vielen anderen Erkrankungen wird die Hochdosistherapie erfolgreich eingesetzt.
© Uwe Kurmeyer. Alle Rechte liegen beim Autor.
Veröffentlicht am 02.10.2006, zuletzt geändert am 13.08.2010.
Literatur:
Adressen zum Thema »Vitamin C-Hochdosistherapie«
© 2010 Gesunder-Mensch.de - Portal für alternative und ganzheitliche Heilmethoden. Zuletzt geändert: 13.08.2010. (0,218 Sek.)
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