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Lexikon der Therapie- und Diagnoseformen

Zen-Bogenschießen

Autor: Harry Mark, Büttnerstr. 7, 45133 Essen
Externer LinkHomepage im Internet

Foto: Makio Kusahara, Kyoto

Das Wort Zen besaß oder besitzt für Manche immer noch etwas Mystisches. Dabei ist des Wort Zen nichts anderes als die japanische Übersetzung des chinesischen Wortes chan, das wiederum auf den Sanskrit-Begriff »dhyana« oder Meditation zurückgeht. Das reine Zen ist keine Philosophie im herkömmlichen Sinne. Es ist auch keine Theologie und hat kein formales Glaubensbekenntnis oder Lehre. Ganz egal, ob Buddhist, Islamist oder Christ, ob Wissenschaftler oder Arbeiter – dem Zen kann jeder folgen, denn Zen ist das alltäglich Leben. Zugegeben, das Beschreiten des Zen-Wegs ist für die meisten Menschen jedoch eine der schwierigeren Übungen, die im Leben unternommen werden können. Doch möchte man Fortschritt erleben, dann ist die Arbeit an sich selbst unerlässlich.

Bogenschießen trifft man in den verschiedensten Formen an. Zum einen ist da das Sportbogenschießen, hier kommt es auf die höchste Trefferzahl an. Den Ring mit der goldenen Mitte mit drei Pfeilen zu treffen ist das Ziel der Sportbogenschützen. Dann ist da noch das 3D-Parcours-Schießen. Diese Form das Bogenschießens wird auf einem Gelände ausgeübt, das mit lebensgroßen Gummitieren, wie Reh, Hirsch, Löwe, Bär usw. ausgestattet ist. Hier gilt es wiederum die markierte Mitte mit einem Pfeil zu treffen, der sogenannte Kill.

Das Zen-Bogenschießen, oder auch meditative Zen-Bogenschießen genannt, befasst sich mit der Kunst des Loslassens von all dem was der Übende jetzt nicht braucht, hier kommt es nicht auf die Treffgenauigkeit an. Den Pfeil loszulassen und in der gesamten Übung ausschließlich im Hier und Jetzt und Achtsam zu sein, das gilt es zu erlernen. Der Übende erlernt einen beruhigenden Atemrhythmus und wie er sich geistig und körperlich auszurichten hat. Es ist ein Zustand hoch verdichteter Konzentration, so dass für andere Gedanken kein Platz ist. Am Zen-Bogen sind keine technischen Hilfsmittel, wie z.B. am Sportbogen, zu finden. Ungleich anderer Formen, wie oben beschrieben oder wie im Kyudo, findet man auf der Zen-Scheibe keine Auflage mit Ringen, das lehrt den Übenden, keine Bewertung über das Trefferbild seiner Pfeile abzugeben. Um das wahre Wesen des meditative Zen-Bogenschießen zu entdecken, muss man den Blick nach innen richten. Die Scheibe wird zum Spiegel unsere Seele.

Was kann das meditative Zen-Bogenschießen für die Gesundheit bewirken?

Vorab: Um die Vorteile des meditativen Zen-Bogenschießen genießen zu können, brauchen Sie kein Zen Mönch zu sein. Das meditativen Zen-Bogenschießen ist eine Schulung des Geistes.

Es ist mittlerweile bekannt: Stress richtet mehr seelische, körperliche und daher auch wirtschaftliche Schäden an als je angenommen wurde. Die Hirnforschung hat nun entschlüsselt, wie dieses Massenleiden »Stress« das menschliche Gehirn verwüstet. Stress mindert die Plastizität des Gehirns und führt dadurch zu Depressionen, Angst, Gedächtnisverlust und Schlafstörungen. Die gute Nachricht ist: die Hirnforschung hat aber auch festgestellt, dass unser Gehirn sehr plastisch sein kann, also wandelbar reagieren, vorausgesetzt wir schulen unseren Geist. Das wusste Marc Aurel schon vor 2.000 Jahren, er sagte: »es ist die Dauer der Zeit, die Euch verändert, über die Dauer der Zeit nimmt Eure Seele die Farbe Eurer Gedanken an«. Heute nennt die Hirnforschung das Neuroplastizität. Ergo: es ist nie zu spät sich zu ändern!

Ein wichtiger Bestandteil des meditativen Zen-Bogenschießen ist das richtige Atmen, die Neuro-respiratorische Integration (d.h. Integration von Nerven- und Atemsystem) wird herbeigeführt durch  spezielle Atemübungen, die das integrierte Zusammenspiel von geistigen und körperlichen Funktionen erhöhen. Das vegetative Nervensystem, das unter anderem auch die lebenswichtigen Funktionen  wie Herzschlag, Atmung, Blutdruck, Verdauung und Stoffwechsel kontrolliert, profitiert davon enorm. Ein weiterer gesunder Bestandteil des meditativen Zen-Bogenschießen ist die Neuro-muskuläre Integration (d.h. Dehnübungen), um das Muskelsystem von oft jahrzehntelangen hartnäckigen Verspannungen zu befreien.

Der Übende erlernt nicht nur höchste Konzentration, sondern auch Gelassenheit, Loslassen und im Hier und Jetzt zu leben, nicht sich selbst oder andere zu Richten, Geduld, Körper und Geist wahr zu nehmen. Das meditativen Zen-Bogenschießen schärft die Sinne, bringt mehr Freude in Ihr Leben und ist gesundheitsfördernd. Ziel ist es, den Einklang von Körper, Geist und Seele (wieder) herzustellen.

Das meditative Zen-Bogenschießen kann bei vielen Krankheitsbildern begleitend und unterstützend eingesetzt werden.

© Harry Mark. Alle Rechte liegen beim Autor.
Veröffentlicht am 20.08.2010, zuletzt geändert am 26.02.2011.

Literatur

Adressen zum Thema »Zen-Bogenschießen«

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