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Newsticker

10.01.2011 Newsletter N° 15

Wünsche: Weniger Stress 2011

Als guten Vorsatz wünschen sich die Bundesbürger vor allem weniger Stress im neuen Jahr, so die Umfrageergebnisse der DAK. Rund 59 Prozent der Befragten gaben an, sich vor allem mehr Entspannung und weniger Stress für das Jahr 2011 zu wünschen.

Das Jahr 2010 hat offenbar doch eine Reihe von Belastungen gebracht: Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise, unsichere Arbeitssituationen oder der immer höher werdende gesellschaftliche Leistungsdruck. Dies veranlasst eine Mehrheit der DAK-Befragten den Neujahrswunsch nach weniger Stress und nach mehr Erholung zu äußern. Laut aktuell veröffentlichtem Gesundheitsbarometer »Externer LinkGute Vorsätze für 2011« seien vor allem Familien so unter Druck, dass sich zwei Drittel von ihnen gezielt mehr Entspannung für das kommende Jahr vorgenommen haben.

Familien mit minderjährigen Kindern wünschten sich am häufigsten weniger belastende Situationen – zu etwa 68 Prozent wünschten sie sich Ruhe. Die Anforderungen im Beruf, in der Familie und im Haushalt parallel zu meistern ist nach den Untersuchungsergebnissen oft mit anhaltendem Stress verbunden.

Auch junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren wünschen sich für das neue Jahr überdurchschnittlich mehr Zeit für die Familie und soziale Kontakte. Darüber hinaus haben vor allem junge Menschen den Vorsatz, mehr Sport zu treiben, sich gesünder zu ernähren, weniger Fernsehen zu konsumieren und sparsamer zu leben. Zumeist seien die guten Vorsätze nicht von allzu langer Dauer. Laut der DAK Untersuchung halten diese im Durchschnitt drei Monate an. Die 10 häufigsten genannten persönlichen Neujahrswünsche:

  1. Stress vermeiden oder abbauen (59 Prozent)
  2. Mehr Zeit für Familie / Freunde (56 Prozent)
  3. Mehr bewegen/Sport (52 Prozent)
  4. Mehr Zeit für mich selbst (49 Prozent)
  5. Gesünder ernähren (44 Prozent)
  6. Abnehmen (34 Prozent)
  7. Sparsamer sein (32Prozent)
  8. Weniger fernsehen (18 Prozent)
  9. Weniger Alkohol trinken (14 Prozent)
  10. Rauchen aufgeben (12 Prozent)

Um den persönlichen Neujahrswunsch auch wirklich umsetzen zu können, rät der Diplom-Psychologe Meiners von der DAK, sich lieber weniger Ziele vorzunehmen: »Weniger ist mehr. Setzen Sie sich wenige, aber realistische Ziele fürs neue Jahr. Auch 'Rückfälle' sollten Sie einkalkulieren und sportlich nehmen. Kleinere Etappenziele sind auch oft hilfreich. Denn ist das Ziel zu hoch gesteckt, ist der Frust meist groß, wenn es nicht erreicht wird.«

Externer LinkWeit in den Hintergrund der Umfragestatistik gerückt sind die bekannten Wünsche nach mehr Geld, weniger Alkohol (nur noch 14 Prozent) und das Rauchen aufgeben (nur noch 12 Prozent). Seit einigen Jahren ist festzustellen, dass immer weniger junge Menschen mit dem Rauchen beginnen. An beiden Umfragen des Forsa-Instituts im Auftrag der DAK nahmen etwas mehr als 4000 Personen bundesweit teil. (awv)

10.01.2011 Newsletter N° 15

In der Freizeit kommen die Beschwerden

Kaum ist das Wochenende da, treten Rückenschmerzen, Infekte oder Kopfschmerzen auf. Mehr als 250.000 Bundesbürger bekommen pünktlich zum Wochenende einen brummenden Schädel. Sie werden ausgerechnet in der Freizeit oder im Urlaub krank. Dann, wenn sie sich eigentlich vom Druck des Berufslebens erholen wollen.

Mediziner haben festgestellt, dass die Anzahl der Betroffenen der »Leisure sickness«, zu Deutsch als »Freizeit-Krankheit« bezeichnet, immer weiter ansteigt. Nunmehr hat sich eine Gruppe von Wissenschaftlern um Professor Adrian Vingerhoets an der niederländischen Universität Tilburg mit dieser Krankheit beschäftigt. In einer repräsentativen Studie wurden 1.128 Männer und 765 Frauen zwischen 16 und 87 Jahren aus verschiedenen Berufen und mit unterschiedlicher mentaler und körperlicher Belastung untersucht. Die Externer LinkResultate der Erhebung werden vielen bekannt vorkommen!

Erste Anzeichen beachten

Die ersten Signale der »Leisure sickness« werden von den Betroffenen meist als selbstverständliche Reaktionen des Körpers angesehen und deshalb praktisch nicht beachtet. Menschen, die unter hohem beruflichen Druck stehen, erleben in den Ruhephasen zunächst eine ungewohnte Müdigkeit. »Dabei handelt es sich zumeist um Personen, die nicht loslassen oder abschalten können und deren Gedanken praktisch immer zu einem Teil um den Job kreisen«, so Vingerhoets.

Die Betroffenen sind körperlich an den hohen Arbeitsdruck gewöhnt und empfinden umgekehrt die Ruhephasen als Stress. Diesen der Person unbekannten Entspannungsphasen folgen heftige Reaktionen des psychovegetativen Systems. Dabei kommt es zunächst zu Abgeschlagenheit und Müdigkeit, schließlich folgen sogar Immunschwäche, Kopf- und Gliederschmerzen, grippale Infekte bis zum Erbrechen sowie Depressionen. »Deshalb passieren viele Herzinfarkte auch nicht in den Belastungsspitzen«, so der Lübecker Gesundheitspsychologe Dietmar Ohm, »sondern nachts oder im Urlaub.« Gemeinsam mit weiteren Experten gibt er den dringenden Rat, solche körperlichen Warnsignale ernst zu nehmen.

Grenzen setzten können wichtig

Die niederländische Studie verdeutlicht, dass bei den untersuchten Personen weder das Geschlecht eine Rolle spielte, noch die Frage, ob sie zu übermäßigem Konsum von Alkohol, Kaffee oder Zigaretten neigten. Fast alle Betroffenen hatten gemeinsam, dass der krankmachende Druck nicht von äußeren Einflüssen kommt. Es handelt sich bei ihnen vielmehr um Personen, die sich nur schwer abgrenzen können, hohe Anforderungen an sich selbst stellen und sich für alles verantwortlich fühlen. Diese Frauen und Männer seien derart auf ihre berufliche Tätigkeit fixiert, dass ihnen nach und nach die persönliche Freizeitkultur verloren gegangen sei. Dietmar Ohm: »Um gesund zu bleiben, braucht der Mensch positiven Stress – einen Wechsel zwischen Anspannung und Entspannungsphasen.« Für eine gesunde Lebensbalance ist der persönliche Umgang mit der tatsächlichen Arbeitsbelastung ausschlaggebend. Wenn die Regeneration verausgabter Energie nicht zur Routine wird, treten in den Ruhephasen die seelischen Probleme hervor, die ansonsten unter dem Deckel der Betriebsamkeit verborgen bleiben.

Mehr Freizeitaktivitäten planen und umsetzen

Erster Schritt bei Anzeichen von »Leisure sickness« ist die bewusste Planung und Umsetzung von Freizeitaktivitäten, die auch »positiven Stress« vermitteln dürfen, wie sportliches Training oder die Pflege von Freundschaften. Wer jedoch schon zu davon davon betroffen ist, könne nur mit Hilfe von autogenem Training, Progressive Muskelentspannung, Phantasiereisen oder Meditation die Fähigkeit zum Entspannen zurück erlangen. (awv)

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10.01.2011 Newsletter N° 15

Vergrößerte Plazenta bei Stress in der Schwangerschaft

Stress in der Schwangerschaft wirkt sich nicht nur auf die eigene Gesundheit, sondern auch auf das ungeborene Kind aus. Je stärker sich die Schwangeren im täglichen Leben von Stress belastet gefühlt hatten, desto kräftiger entwickelt war die Plazenta, über die das Ungeborene versorgt wird. Das haben die Untersuchungen von Schweizer Forschern anhand der Daten von mehreren Zehntausend Geburten ermittelt.

Inwiefern sich das verstärkte Wachstum der Plazenta auf die Gesundheit des Ungeborenen auswirkt, konnte bislang noch nicht geklärt werden. Nach Forschungsergebnissen muss dies nicht unbedingt der Fall sein: Es könne auch möglich sein, dass sich die Plazenta vergrößert, um den Fötus im Muterleib vor den schädigenden Folgen des Stresses zu schützen. Die neuen Resultate helfen jedoch dabei, das alltägliche Phänomen Stress und seine Auswirkungen während der Schwangerschaft besser zu verstehen, so Externer LinkMarion Tegethoff von der Universität Basel.

Bereits seit längerem ist bekannt, dass sich die Situation im Mutterleib auch Jahre nach der Geburt noch auf die Gesundheit des Kindes auswirken kann, beispielsweise auf die Disposition für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht. Tegethoff und ihre Kollegen in Basel, Dänemark und den USA wollten nun klären, ob und wie die Plazenta zu diesen Zusammenhängen beitragen könnte.

Im Rahmen einer groß angelegten Langzeitstudie in Dänemark wurden die Daten von über 78.013 Geburten erhoben. Die Forscher befragten zunächst die werdenden Mütter in der 30. Schwangerschaftswoche zu ihrer Lebenssituation. Die Befragung umfasste unter anderem ihre Belastungen durch die finanzielle Situation, Krisen in der Partnerschaft oder zu Erkrankungen von Verwandten. Darüber hinaus wurde das Gewicht der Plazenta als Teil der Nachgeburt bestimmt.

Das Gewicht der Plazenta betrug durchschnittlich knapp 670 Gramm, schwankte jedoch von Person zu Person um wenige Hundert Gramm. Je stärker der Stress war, den die werdenden Mütter empfunden hatten, desto höher war das Gewicht. Die Unterschiede betrugen nur einige Gramm. Aufgrund der großen Zahl von befragten werdenden Müttern waren die Auswirkungen von erlebtem Stress jedoch eindeutig erkennbar und von anderen möglichen beeinflussenden Faktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes zu unterscheiden.

Externer LinkDieses Ergebnis bekräftigt die Annahme, dass die Plazenta in der Lage sei, auf ungünstige Einflüsse durch verstärktes Wachstum zu reagieren.

In weiteren Studien müsse geklärt werden, durch welche Signalsysteme diese Reaktion ausgelöst werde. (avw)

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01.12.2010 Newsletter N° 14

Erfolge im Kampf gegen Aids

Es gibt eine Reihe von guten Nachrichten an diesem Weltaidstag. So ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen seit 1999, als die Epidemie ihren Höhepunkt hatte, weltweit um 19 Prozent zurückgegangen, meldet Externer LinkUNAIDS (Aidsprogramm der Vereinten Nationen). Der Verlauf der Epidemie sei gekappt, berichtet Michel Sidibé, Direktor von UNAIDS. Ein Grund zur Entwarnung ist das jedoch nicht.

Da ist vorrangig von Geldnot zu berichten. Noch immer benötigen zehn Millionen Menschen Medikamente, die sie aber nicht erhalten können, weil das Geld ausgeht. So weist die Hilfsorganisation Externer LinkÄrzte ohne Grenzen darauf hin, dass geringe Finanzierungszusagen der internationalen Gemeinschaft an den Externer LinkGlobal Fund zu Problemen in der medizinischen Behandlung führen. Auch das deutsche Entwicklungshilfeministerium hat seinen Anteil von 200 Millionen Euro nicht aufgestockt.

Nach Berichten von Ärzte ohne Grenzen hat die von Bill und Melinda Gates gegründete Externer LinkStiftung wichtigste Geldquelle im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria für die nächsten drei Jahre 11,7 Milliarden Dollar zugesagt. Es seinen aber 20 Milliarden notwendig. Auch steigende Kosten für Arzneimittel werden mit Besorgnis gesehen. So käme bei behandelnden Ärzte das Gefühl auf, dass ihnen die Hände gebunden seien, berichtet Gilles van Cutsem, medizinischer Koordinator der Hilfsorganisation für Südafrika und Lesotho.

UNAIDS zufolge liegt die Zahl der mit HIV Infizierten und der Aids-Kranken weltweit bei etwa 33 Millionen. Nach wie vor ist das südliche Afrika von der Epidemie vorrangig betroffen. In Swasiland zum Beispiel beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung nur noch 31 Jahre – sie hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten halbiert. Jedes fünfte Kind dort ist verwaist. Vier von zehn Schwangeren sind HIV-infiziert. In den vergangenen Jahren wurden Osteuropa, Asien sowie Lateinamerika zu neuen Brennpunkten.

Zu aktuellen finanziellen Problemen im Kampf gegen Aids gesellt sich die Stimmung: Elend in Afrika, das ist zu erwarten. Viele Menschen wenden sich im Spendenaufkommen psychologisch weniger belasteten Erkrankungen wie Malaria zu.

In Deutschland leben insgesamt rund 70.000 Infizierte, so das Externer LinkRobert-Koch-Institut.

Die Zahl der Neuinfektionen lag 2009 bei etwa 3000. Seit einigen Jahren scheint wieder mehr Sorglosigkeit aufgekommen zu sein; vielleicht auch weil Aids in den Industrienationen – dank wirksamer Medikamente – keine unmittelbar tödliche Gefahr mehr darstellt. (awv)

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01.12.2010 Newsletter N° 14

Regelmäßige Spaziergänge halten Alzheimer auf

Amerikanische Externer LinkStudien um Dr. Cyrus Raji von der Universität Pittsburgh belegen, dass sich der Verlust von Gehirnleistung bei Externer LinkAlzheimer-Patienten verlangsamt, wenn sie regelmäßig acht Kilometer in der Woche spazieren gehen. Dies schützt die Gehirnstruktur von Patienten mit Alzheimer und gedanklichen Schwächen über zehn Jahre – insbesondere in den Bereichen des Gehirns, die für Erinnerung und Lernen zuständig sind. Die Bewegung hilft auch Gesunden, den Gedächtnisverlust über fünf Jahre hinweg zu verringern.

In Langzeitstudien (20 Jahre) beobachtete Cyrus Raji mit seinen Kollegen die Gehirnstruktur von 426 Menschen. Es handelte sich dabei um 299 gesunde Personen (Durchschnittsalter 78 Jahre) und 127 Personen mit einer eingeschränkten Gehirnleistung oder Alzheimer (Durchschnittsalter 81 Jahre).

Bei den Nachuntersuchungen stellte sich heraus, dass je höher die körperliche Aktivität lag, desto größer das Gehirnvolumen ausfiel. Größe sei ein Lebenszeichen für das Gehirn. Wenn es kleiner werde, bedeute dies, dass Gehirnzellen sterben, erklärt Raji. In der Studie stellte sich heraus, dass die Größe des Gehirns in direktem Zusammenhang mit dem Ausmaß an körperlicher Bewegung steht. So wurden Menschen mit eingeschränkter Gehirnleistung aufgefordert, pro Woche mindestens acht Kilometer zu gehen, um das Gehirnvolumen zu erhalten und die Verringerung der Gehirnleistung zu verlangsamen. Bei Gesunden lag die Strecke höher: Da waren es etwa zehn Kilometer. (awv)

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01.12.2010 Newsletter N° 14

Bauchfett – Fett ist nicht gleich Fett

Fett ist nicht gleich Fett: Insbesondere Bauchfett steht im Verdacht, mehrere Krankheiten zu begünstigen. Fett kann sich nicht nur verstärkt an speziellen Körperteilen ansammeln, es gibt auch einen Unterschied in der Tiefenlage. Das sogenannte Viszeralfett lagert sich in der freien Bauchhöhle rund um die inneren Organe ein. Im Unterschied zum eher weich wirkenden Unterhautfettgewebe bildet sich ein fester, vorgewölbter Bauch. Unter der Haut bilden sich oft keine Rettungsringe.

In Externer Linkfrüheren Studien wurde die ungünstige Wirkung des internen Bauchfetts auf das Herz-Kreislauf-System bereits wissenschaftlich nachgewiesen. Doch weshalb diese besondere Art des Fettgewebes, in der verschiedene Hormone und Botenstoffe gebildet werden, zu einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankung führt, konnten die Wissenschaftler bislang nicht abschließend erklären.

Der Verlust der Knochendichte scheint nunmehr ein weitere negative Auswirkung der Fetteinlagerungen zu sein, berichtete das Team um Miriam Bredella vom Externer LinkMassachusetts General Hospital in Boston auf dem Jahrestreffen der Radiological Society of North America in Chicago.

Mit steigendem internen Bauchfett nimmt die Knochendichte ab, so die US-Wissenschaftler. Einen allgemeinen Zusammenhang zwischen der Knochendichte und Übergewicht konnten die Forscher jedoch nicht feststellen. So sei der Speck auf den Hüften beispielsweise im Vergleich zum internen Bauchfett kein Risikofaktor bei der Entwicklung von Osteoporose, erklärte Miriam Bredella. Die US-Forscher untersuchten die Körperfettverteilung und Knochendichte bei 50 übergewichtigen Frauen. Die Frauen hatten einen durchschnittlichen Externer LinkBody-Mass-Index (BMI) von 30. Der BMI setzt das Gewicht in Beziehung zur Körpergröße. Bei einem Ergebnis von mehr als 25 geht man von Übergewicht aus, ab 30 liegt Fettleibigkeit vor.

Bereits bei jungen Erwachsenen ist Übergewicht weit verbreitet. Es steigt mit zunehmendem Alter an. Bei den 20- bis 24-jährigen wiesen 29 Prozent der Männer und 18 Prozent der Frauen Übergewicht auf. Bei den 70- bis 74jährigen ist die höchste Anzahl an Übergewichtigen vorzufinden: 74 Prozent der Männer und 63 Prozent der Frauen. (awv)

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31.10.2010 Newsletter N° 13

Essen – was dabei vorgetäuscht wird

Thilo Bode, früherer Geschäftsführer von Greenpeace (Deutschland und International) und Gründer von Foodwatch, enttarnt in seinem aktuellen Buch »Die Essensfälscher« so manche Aussage der Lebensmittelindustrie. Diese erweisen sich oft als Externer LinkTäuschungen der Nahrungsmittelindustrie, um sich auf den gesättigten Märkten der westlichen Welt weitere Marktanteile zu sichern. Die Qualität von Lebensmitteln sei für die Verbraucher dabei oft gar nicht mehr überprüfbar.

So seien Lebensmittel, die etwa mit Vitaminen oder mit Milchsäurebakterien angereicherte sind, so genanntes Externer LinkFunctional Food, in der Regel Verkaufs-Tricks. Thilo Bodo stellt klar, dass Functional Food eine Externer LinkIrreführung des Verbrauchers und keine Innovation sei. Die Werbung der Konzerne suggeriert zum Beispiel beim probiotischen Joghurt Actimel, dass dieses Getränk vor Erkältung schütze. Das tue es aber nicht, und die Stärkung der Abwehrkräfte trete auch bei Sauerkraut oder dem Verzehr des Naturjoghurts ein. Der Konzern Danone gibt Millionen für Werbung aus und legt sogar Actimel-Gutscheine in Arztpraxen aus. Patienten und Verbraucher glauben dann irgendwann, dass an diesen Gesundheitsversprechen wohl etwas dran sein muss. Nach mehreren Externer LinkVerbraucheraktionen gegen Danone ändert der Konzern nun die Werbung für die Kassenschlager Actimel und Activia.

Thilo Bode fordert die Externer LinkAmpelkennzeichnung für Lebensmittel, die klare Deklaration der Inhaltsstoffe, Stärkung der Informationsrechte für Verbraucher sowie das Ende einer in die Irre führenden Werbung vor allem im Hinblick auf Kinder sowie die Externer LinkUnabhängigkeit der Politik von Konzernen.

Dies benötigt auch das Engagement der Verbraucher. Zur Orientierung gelte der Satz des amerikanischen Autors Externer LinkMichael Pollan: »Essen Sie nichts, was Ihre Urgroßmutter nicht als Lebensmittel erkannt hätte.«

Thilo Bode hat gründlich recherchiert. Er zeigt eine Reihe unbequemer Wahrheiten auf. Gesundheit, gibt es nicht so einfach irgendwo – auch nicht im Supermarkt – zu kaufen. Durch die eigene Lebensweise und Engagement gilt es, sie sich zu erarbeiten.

Bis dahin sollten Verbraucher sich daran erinnern, was es beim Einkaufen zu vermeiden gilt. (amv)

Externer LinkLiteratur zum Thema

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31.10.2010 Newsletter N° 13

Männergesundheit

Männer gehen selten zum Arzt, sie sprechen nicht über ihre Befindlichkeit, leben ungesund und sterben früher als Frauen. Dies sind leider keine Vorurteile, sondern Ergebnisse aus dem ersten Deutschen Männergesundheitsbericht, den die Externer LinkStiftung Männergesundheit in Berlin vorgestellt hat.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Männer sind kränker, als sie sich dies oft eingestehen. Sie brauchen eine spezifischere und besser angepasste medizinische Versorgung. Die Therapie- und Vorsorgeangebote gehen oft ihren Bedürfnissen vorbei. Daher und aus vermeintlichen Erwartungen an das starke Geschlecht verdrängen Männer ihre körperlichen und psychischen Beschwerden, so die Ergebnisse der Gesundheitsforscher. Deshalb suchen Männer sich öfter keine Hilfe. Der Männergesundheitsbericht verdeutlicht: Männer sind vielleicht nicht das schwächere, aber sie sind das vernachlässigte Geschlecht im Gesundheitswesen. Externer LinkDie Bundesfamilienministerin kündigte an, dass für das nächste Jahr ein bundesweiter »Boy's Day« geplant sei.

Teilweise sind die Ergebnisse jedoch auf das Verhalten der Männer zurückzuführen. Denn sie konsumieren viel Alkohol und lieben Fast Food, wie eine ebenfalls gestern veröffentlichte Externer LinkUmfrage des Forsa-Instituts beweist. Externer LinkDie Hälfte der Männer isst, was ihnen schmeckt, unabhängig vom Gesundheitswert. Jeder vierte Mann nimmt täglich Fleisch, Wurst und Eier zu sich – bei den Frauen nicht einmal jede Zehnte. Und die ungesunde Ernährung hat Konsequenzen: Nach Daten des Externer LinkStatistischen Bundesamtes waren 2009 gut 60 Prozent der Männer in Deutschland übergewichtig. So bringen Männer beim Thema Ernährung völlig andere Standpunkte als Frauen vor. Jeder zweite Mann sagte bei einer weiteren Umfrage: »Heute wird zu viel Wirbel um das Thema Ernährung gemacht«. Hingegen äußerten 80 Prozent der Frauen, Obst und Gemüse seien ein wichtiger Teil ihrer Ernährung. (amv)

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31.10.2010 Newsletter N° 13

Petition Arzneimittelwesen

Um die geplante Umsetzung der EU-Richtlinie zum Verkaufsverbot von Heilpflanzen zum 1.4.2011 zu verhindern, ist die Mitzeichnung der Petition bis zum 11.11.2010 von 50.000 Personen nötig. Es geht dabei um die Zukunft der Verwendung von Heilpflanzen.

Externer LinkEine Seite des Deutschen Bundestages dient der Registrierung und der Unterzeichnung der Petition (Dauer ca. 3 bis 5 Minuten).

(Trennlinie)

23.10.2010 ARD

Ernährung und Hunger – ARD Schwerpunktthema

»Essen ist Leben«, so das Motto der ARD Themenwoche. Sie finden ein umfangreiches Angebot zu den Themen »Ernährung und Hunger« in Fernsehen, Radio und Internet vom 23. bis 29. Oktober 2010. Externer LinkDie Sendungen der fünften ARD Themenwoche zeigen auf, wie wir mit unserer eigenen Ernährung umgehen und was das für weltweite Auswirkungen hat, sie werden aber auch den Geschmackssinn anregen und ein Credo für gesunde und bewusste Ernährung einlegen.

Das inhaltliche Spektrum ist weit gestreut. Es erstreckt sich vom Hunger in der Welt über ökologische Landbewirtschaftung bis hin zum übergewichtigen Kindern. So nehmen Externer LinkAnne Will und »Externer Link3 nach 9« das sowie der Dokumentarfilm »Externer LinkHunger« das Thema auf.

Radioreporter werden Externer Linkverschiedene Reportagen und Features präsentieren. So wird ein Hörfunkfeature erforschen, ob es uns Ethik und Anstand eigentlich nicht verbieten, Externer LinkTierprodukte zu zu essen.

Der Spitzenkoch Tim Mälzer wird persönlich als Juror einen Externer LinkKochwettbewerb in der ARD begleiten. Er wird auch versuchen, das Dickicht der Ernährungsphilosophien und -theorien etwas zu lichten. Lassen Sie sich überraschen von den vielfältigen Angeboten der Themenwoche.

Sie finden alle Angebote zur Themenwoche im Externer LinkARD-Videotext sowie im Externer LinkInternet. (amv)

(Trennlinie)

19.10.2010 (Presseanzeiger.de)
Externer Link4. Europäisches Symposium »CAM in Europe – quo vadis« in Wien
Schwerpunktthema Ausübung und Weitergabe von traditionellem Heilwissen...

12.10.2010 (Unikosmos.de)
Externer LinkRauchen beeinflusst die DNA
Britische Forscher zeigen, wie DNA durch Rauchen beeinflusst werden kann...

07.10.2010 (SWR)
Externer Link80 Prozent der Schüler haben Kopfschmerzen
Deutscher Schmerzkongress in Mannheim schlägt Alarm...

(Trennlinie)

02.10.2010 Newsletter N° 12

Nahrungsergänzungsmittel – Für und Wider

Am 09.09.2010 nahm der Mitteldeutsche Rundfunk (mdr ) das Thema »Nahrungsergänzungsmittel – nützlich oder schädlich?« auf. Diese Sendung und vorangegangen Forschungen zeigten ein großes Echo. Die Externer Linkumfangreichen Recherchen des mdr kommen zu dem Schluss, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht nur nutzlos, sondern sogar gefährlich sein können. Dies wird anhand von Studien dänischer Wissenschaftler verdeutlicht. So kann die Einnahme von Selen das Diabetesrisiko erhöhen. Nahrungsergänzungsmittel können darüber hinaus die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Wer Schilddrüsenhormone einnehmen muss, sollte darauf gefasst sein, dass Kalzium sowie Eisen damit nicht harmonieren.

Ein Externer LinkInterview mit Prof. Burkhard Göke, Direktor der Medizinischen Klinik II des Klinikums der Universität München bestärkt die Recherchen des mdr: »In Deutschland ist es so, dass gesunde Menschen, die eine gesunde Mischkost zu sich nehmen, keine Mittel benötigen«. Für bestimmte Risikogruppen bei Kindern und Heranwachsenden, Schwangeren und Stillenden, Vegetariern oder Menschen, die eine Diät einhalten, Senioren und Alkoholabhängigen gibt es ergänzende Präparate; diese sollten jedoch verordnet werden.

Göke warnt vor Präparaten, die Externer Linküber das Internet verkauft werden. Hier könnten verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel vertrieben werden, die Gefahren in sich bergen könnten. Da Nahrungsergänzungsmittel in der Leber verarbeitet werden, könne dies zu Schäden führen. Akutes Leberversagen stehe oft in Zusammenhang mit der Einnahme von Medikamenten.

(Aus dem Gesunder-Mensch.de-Newsletter N° 12 vom 30.09.2010.)

(Trennlinie)

02.10.2010 Newsletter N° 12

Alkohol und Medikamentenabhängigkeit – im Alter ein wachsendes Problem

Alkoholkonsum und der Einsatz von Psychopharmaka entwickelt sich sowohl für ältere Menschen als auch für Seniorenheime, Krankenhäuser und Kliniken zu einem zunehmenden Problem. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen geht davon aus, dass der Konsum von psychoaktiven Medikamenten und Schmerzmitteln für ein bis zwei Millionen der über 60-jährigen zum Problem werden könnte. Darüber hinaus oder in Kombination damit kommt Alkoholmissbrauch und -abhängigkeit bei zwei bis 16 Prozent dieser Altersgruppe vor.

Eine Externer LinkGesundheitsstudie macht deutlich, dass der Externer LinkKonsum von Medikamenten, die auf die Psyche wirken, und von Alkohol viele ältere Menschen in Deutschland betrifft. Es ein wird erheblicher Missbrauch im Bereich von Alkohol und Zigaretten, insbesondere aber bei Schlaf- und Beruhigungsmitteln bei älteren Menschen attestiert. Vorsicht: Die Medikamentengruppe der Benzodiazepine führt zu einer weit verbreiteten Abhängigkeit!

20,1 Prozent der untersuchten 60 bis 79-jährigen nehmen Medikamente zu sich, die auf die Psyche einwirken. Langzeitverordnungen sind dabei auffallend hoch. Die daraus oft folgenden Suchterkrankungen werden oft nicht wahrgenommen. Unter der Abhängigkeit und den Nebenwirkungen Externer Linkleidet ein großer Anteil der älteren Menschen.

Dass Suchterkrankungen im Alter zu selten wahrgenommen werden, liegt unter anderem auch an der Ähnlichkeit der Symptome mit denen von Depressionen und beginnender Demenz. Alterszuschreibungen, therapeutische Ausweglosigkeit, unklare Zuständigkeiten oder Zeitmangel führen zu mangelhaften Angeboten der Prophylaxe und Therapie.

Erhebungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Externer Link50 Prozent der Bewohner von Altenheimen Psychopharmaka einnehmen.

Das Gesundheitsministerium schätzt die volkswirtschaftlichen Folge-Kosten der Medikamenten-Abhängigkeit auf ca. Externer Link14 Milliarden Euro jährlich.

(Aus dem Gesunder-Mensch.de-Newsletter N° 12 vom 30.09.2010.)

(Trennlinie)

27.09.2010 (cecu)
Externer LinkTCM erhält zunehmend Anerkennung in Deutschland
Lehrstuhl für Naturmedizin an der Universität in Rostock errichtet...

26.09.2010 (Der Standard)
Externer LinkWirkung und Nebenwirk­ungen von Heilpflanzen
Medizin aus Pflanzen haben den Nimbus, harmlos und ungefährlich zu sein...

25.09.2010 (BILD)
Externer LinkBienen, Spanische Fliegen und Skorpione heilen Krankheiten
Homöopathische Stoffe aus dem Tierreich haben eine lange Tradition...

22.09.2010 (ORF)
Externer LinkVergessene Heilpflanze: Braunwurz
Besonders für das Lymphsystem spielt sie eine wichtige Rolle...

22.09.2010 (WAZ/Der Westen)
Externer LinkEntzugstee und Ohr-Akupunktur
Wattenscheider Krankenhaus wendet seit vielen Jahren naturheilkundliche Methoden an.

21.09.2010 (Focus online)
Externer LinkDer Doktor und das liebe Qì
Film: Christiane Paul und Dominic Raacke sind Kontrahenten im weißen Kittel...

21.09.2010 (heilpflanzen-info.ch)
Externer LinkZauberpilze reduzieren Angst Schwerkranker
Magic Mushrooms vermindern Angst und Depression bei schwer kranken Menschen...

20.09.2010 (tagesanzeiger.ch)
Externer LinkRenaissance der Pestwurz
Bewiesen ist, dass die Heilpflanze auch bei Heuschnupfen hilft...

20.09.2010 (China Internet Information Center)
Externer LinkAkupunktur soll Weltkulturerbe werden
China versucht, Akupunktur als ein immaterielles Weltkulturerbe bei der UNESCO zu registrieren...

11.09.2010 (Welt online)
Externer LinkWarum Diät-Werbung künftig verboten is
Auch immer mehr Kinder und Jugendliche sind betroffen...

11.09.2010 (Thüringer Allgemeine)
Externer LinkMigräne ist genetisch veranlagt
Interview mit dem Leiter des Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrums in Jena...

11.09.2010 (Welt online)
Externer LinkDas Gehirn warnt von sich aus vor Krankheiten
Medizinern ist es gelungen, Reifungsprozesse im Gehirn zu kartographieren...

10.09.2010 (GuterRat.de)
Externer LinkDie geheime Wirkung der Aromatherapie
Ätherische Öle können eine Vielzahl von Schmerzen lindern....

10.09.2010 (Telepolis)
Externer LinkMangelnde Qualitätskontrolle bei Closed-Access-Zeitschriften
Eine PR-Agentur konnte jahrelang Pharma-Werbung als Wissenschaft platzieren...

10.09.2010 (Focus online)
Externer LinkDer tabuisierte Tod
Die Selbsttötungsrate in Deutschland ist dramatisch hoch...

08.09.2010 (anwalt.de)
Externer LinkTCM-Behandlungen erfordern Heilpraktiker-Erlaubnis
Entscheidung des Verwaltungsgerichts Trier...

08.09.2010 (Markenpost.de)
Externer LinkBlasenentzündung: Heilen ohne Antibiotika
Die Symptome einer Blasenentzündung sollte man immer sorgfältig auskurieren...

07.09.2010 (Newsclick.de)
Externer LinkBerliner Osteopath verstärkt den VfL Wolfsburg...
Thomas Sennewald steht zweimal wöchentlich für die Profis zur Verfügung...

07.09.2010 (Openbroadcast.de)
Externer Link12. MykoTroph Ernährungsheiltage
am 11. und 12. September 2010 im hessischen Limeshain-Rommelhausen...

07.09.2010 (Südkurier)
Externer LinkGesund und munter mit sekundären Pflanzenwirkstoffen
Sekundären Pflanzenstoffen können gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden...

07.09.2010 (Allgäuer Anzeigeblatt)
Externer LinkNeue Gesundheitsmesse »Allvita« hat Premiere
Rund 50 Aussteller am 18./19. September 2010 in Sonthofen

07.09.2010 (Ärztezeitung)
Externer LinkEltern haben im ersten Jahr ein hohes Risiko für Depressionen
Etwa jede dritte Mutter und jeder fünfte Vater in Großbritannien betroffen...

06.09.2010 (Rheinische Post)
Externer LinkNachschau: Wülfrather Gesundheitstage
Vielfalt der Aktionen, Informationen, Vorträgen und Tipps...

06.09.2010 (Informationsdienst Wissenschaft)
Externer LinkAnthroposophische Medizin bei Eltern krebskranker Kinder sehr beliebt
Studie zeigt: 96% der Anwender empfehlen diese ergänzende Therapieform...

02.09.2010 (BR 2)
Externer LinkNeurodermitis – Schulmedizin/Naturheilkunde im Dialog
Kratzen bis aufs Blut - BR 2 Gesundheitsgespräch...

01.09.2010 (Die Welt)
Externer LinkWie Kräutertees Ihrer Gesundheit helfen
Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten Medizinlehren...

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31.08.2010 Newsletter N° 11

Medikamente für Kinder

In Australien verabreichen Eltern ihren Kindern zu viele Medikamente in zu hohen Dosen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität von Sydney nach einem Bericht des Spiegel, der von den Medien weitgehend auf deutsche Eltern übertragen wurde.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 53 Müttern, sieben Vätern und 37 Betreuern in Kindereinrichtungen, denen Fragen zu ihrem Verhalten im Falle von Fieber- und Erkältungssymptomen ihrer durchschnittlich zweieinhalb Jahre alten Kinder gestellt wurden. Dafür standen verschiedene frei verkäufliche Medikamente zur Verfügung, die hierzulande oft verwendeten Hausmittel wie Tees, Säfte und Wickel wurden nicht angeboten.

Hintergrund der Studie ist die überaus große Anzahl von 119.000 jährlichen Giftnotrufen 2008 in New South Wales mit seinen knapp sieben Millionen Einwohnern, bei denen es sich fast zur Hälfte um eine Medikamenten-Überdosierung bei Kindern handelte. Studienleiterin Rebekah Moles glaubt trotz dieser unvergleichbar hohen Zahl und dem suggestiven Ansatz der Studie nicht an ein auf Australien beschränktes Phänomen, da die Medikamente weltweit frei verfügbar seien.

Tatsächlich stellte der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen in einem Gutachten für das Bundesgesundheitsministerium 2009 fest, dass Kinder zu häufig Medikamente schlucken. Jedoch nicht durch Selbstverabreichung der Eltern, moniert wurde darin das häufige Verschreiben von Psychostimulanzien statt dem Einsatz geeigneter Verhaltenstherapien etwa beim »Zappelphilipp-Syndrom«, von dem nach Schätzung der Experten bereits acht Prozent der Kinder betroffen seien. Außerdem erhielten Kinder Antibiotika bei viralen Infektionen, obwohl diese nur bei bakteriellen helfen. Eine britische Studie kommt darüber hinaus zum Ergebnis, dass jede achte Verordnung von Arzneimitteln bei Kindern in Kliniken fehlerhaft sei. In den USA nahmen nach dem Medco Drug Trend Report 2010 im Vorjahr mehr als ein Viertel aller versicherten Kinder mindestens ein rezeptpflichtiges Medikament.

Da Kindern zu oft unverträgliche Erwachsenen-Medikamente im sogenannten »off-label use« verabreicht werden, verpflichtete die EU Arzneimittelhersteller 2007 zur speziellen Zulassung neuer Präparate für Kinder. »Wir arbeiten oft am Rand der Legalität«, gibt Prof. Günter Henze, Pädiatrischer Onkologe an der Berliner Charité, im Ärzteblatt offen zu: häufig lassen sich Kinder durch Reduzieren der Arzneimitteldosis nicht sicher therapieren.

Verabreichen Eltern zu viele Medikamente? Der Trend in Deutschland geht gerade bei alltäglichen Kinderbeschwerden wie Husten, Durchfall oder Schlafproblemen hin zu Doktor Natur: Zu pflanzlichen Mitteln, zur homöopathischen Hausapotheke und weg von den immer häufiger auftretenden Nebenwirkungen bei klassischen Arzneimitteln. (mb/is)

(Aus dem Gesunder-Mensch.de-Newsletter N° 11 vom 31.08.2010, dort sind auch weiterführende Links aufgeführt.)

(Trennlinie)

31.08.2010 (input-aktuell.de)
Externer LinkAuch TCM braucht Qualifikationsnachweis
Urteil des Verwaltungsgerichts Trier...

30.08.2010 (Süddeutsche/jetzt)
Externer LinkMagie im Hörsaal
Namhafte Heiler lehren ab Herbst an der Europauniversität Viadrina in Frankfurt...

29.08.2010 (curado)
Externer LinkIntegrative Onkologie
Zusammenwirken aus Schulmedizin, komplementärer Onkologie und psychologischer Begleitung...

26.08.2010 (MDR)
Externer LinkHeilung durch die Kraft der Hände
MDR-Sendung über Osteopathie am 02.09.2010 um 21 Uhr...

(Trennlinie)

20.08.2010

Viele Menschen verstehen die Arzt-Begriffe nicht

Ihr Arzt wird es wissen, aber Sie vielleicht nicht. Auch beim Zahnarzt wird nicht nur gebohrt und abgeschliffen. Da wird palatinal und labial gearbeitet, da gibt es ein Diastema und eine Dysgnathie. Ärzten ist es oft gar nicht bewusst, was ihre Fachsprache bewirkt. Dies deshalb, weil sich Mediziner meist in einem Umfeld bewegen, in dem das akademische Niveau verstanden wird. Viele kommen gar nicht auf die Idee, dass es auch deutsche Begriffe gibt.

Die medizinische Fachsprache abzulegen, fällt vielen Doctores schwer, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Eine Geheimsprache sei das, sagt Eckart von Hirschhausen, Kabarettist, promovierter Mediziner und gelernter Journalist. Ein »lateinisches Verwirrspiel« nennt es Nikolaus Nützel, Journalist und Autor des Buches »Erste Hilfe für Patienten – und andere Geschädigte der Gesundheitsreform«.

»Was redet der da?«, fragt Hirschhausen in seinem Langenscheidt-Wörterbuch »Arzt – Deutsch, Deutsch – Arzt«. Sein Lieblingsausdruck kommt aus dem Giftschrank der Arztsprache: die »supranasale Oligosynapsie« – eine interne Bezeichnung für dumme Patienten. Wörtlich übersetzt: »Oberhalb der Nase finden nicht viele Nervenzellen zueinander.«

Damit Patienten wissen, worum es geht, gibt es weitere Wörterbücher. Etwa »Verstehen Sie Arzt?« aus einer Apotheken-Ratgeber-Reihe, »Erste Hilfe für Patienten« aus dem Knaur-Verlag und Lexika im Internet. Zum Beispiel das »Fremdwörterlexikon« für den Zahnarztbesuch, zusammengestellt von der Initiative »proDente«. Mehr als 550 Begriffe werden hier erklärt, von »Abdruckmasse« bis »Parodontalbehandlung«. (awv)
http://www.prodente.de/lexikon.0.html

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20.08.2010 (Springer)
Externer LinkDie Geschichte der Homöopathie
Inhalt der sechsteiligen Reihe in BR Alpha ab 26. August 2010...

19.08.2010 (Focus)
Externer LinkKrebstherapie: Chinakraut trifft Chemo
Eine Mischung aus TCM-Kräutern kann Chemo-Begleiterscheinungen mildern...

19.08.2010 (WELT online)
Externer LinkTherapie gegen Erdnuss-Allergie
Desensibilisierung für diese besonders heimtückische Allergie entwickelt...

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