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Angstzustände, Migräne und Deprssionen in den Wechseljahren

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Christine Häusler



Anmeldedatum: 15.05.2007
Beiträge: 6
Wohnort: 63165 Mühlheim

BeitragVerfasst am: 18.08.2007, 15:32    Titel: Angstzustände, Migräne und Deprssionen in den Wechseljahren Antworten mit Zitat

Angstzustände, Migräne und Depressionen in den Wechseljahren

Erstanamnese 25.09.02
Frau 48 Jahre
Das Hauptproblem sind Angstzustände, Lustlosigkeit bis hin zur Depression. Schlimm ist es in der Wohnung dort kann sie sich dann nur noch im Wohnzimmer aufhalten. Sie hat Angst, sie muss dann raus, geht spazieren, dann geht es etwas besser.
Sie berichtet:
Seit einem Jahr hat sie keine Periode mehr, sie nimmt seit ihrem 18. Lebensjahr die Pille, bis heute . Ihr Frauenarzt hat ihr dazu geraten. Sie hat beschlossen die Pille bis zu ihrem 50. Lebensjahr weiter zu nehmen, dann aufzuhören. Sie hat Angst wenn sie jetzt aufhört geht es ihr schlecht. Sie hat Verspannungen im Nacken und im LWS- Bereich. Migräne 2-3 mal im Jahr. Niedriger Blutdruck. Urin und Stuhlgang o.k. Schlafstörungen weil sich ihre Gedanken unaufhörlich im Kreis drehen. Sie trägt viel Verantwortung im Geschäft. Schläft manchmal erst um 3 oder 4 Uhr ein. Morgens wie gerädert. Sie ist verfroren friert sogar im Sommer. Schwitzt nicht. Hände und Füße sind warm. Sie braucht frische Luft. Ihre Haut sieht gelb aus.
Heißhunger auf Schokolade. Knoblauch macht Kreislaufprobleme. Abneigung gegen Milch und Obst. Frühstückt grundsätzlich nicht. Scharf isst sie sehr gerne, aber kein Salz. Sonne und Sommer mag sie.
Erkältungsneigung ist groß, oft Bronchitis. Sie hat keine Kinder . Erste Menses mit 15 Jahren Brustschwellung ein Tag vorher.
Sie ist seit 4 Jahren verheiratet. Eifersucht ist stark. Sie hat Verlassensangst, wenig Selbstvertrauen. Kritik und Widerspruch kann sie nicht ertragen. Sie wird wütend und zornig. Sie hat permanent eine Gänsehaut. Im April 2002 wurde eine Polioimpfung gemacht. Im Juli 2002 viele Stielwärzchen am Hals entfernen lassen
Konzentration ist gut . Wille ist sehr stark. Nach weinen geht es ihr besser.
Vom 14 -17. Lebensjahr litt sie an einer Schuppenflechte die Gott sei Dank nicht unterdrückt wurde. Herpes und Nagelpilz früher öfter. Nickelallergie. Sie raucht ca. 30 Zigaretten am Tag.

Familienanamnese:
Mutter: Bandscheibenprobleme, Bluthochdruck, Demenz.
Vater : Diabetes, Arthrose, Schlaganfall.
Bruder ist Epileptiker.

Verordnung: SEPIA LM 30

Mit ein Hauptgrund für die Verordnung von Sepia war der jahrelange Missbrauch der Pilleneinnahme, zumal bis zum 44 . Lebensjahr kaum Geschlechtsverkehr stattfand. Man hätte auch tautopathisch vorgehen können und die Pille in potenzierter Form geben können, doch da ich weiß, dass Sepia in solchen Fällen auch ein Mittel der Wahl ist und auch sonst sehr gut zu den Zuständen passt, habe ich mich dafür entschieden.

Folgeanamnese 4.12.02
Es geht ihr gut. Sie litt nur zweimal an Depressionen. Schlaf ist mit Sepia gut. Sie ist morgens aber nicht fit. Verlangen auf Schokolade ist da. Eifersucht ist kein großes Thema mehr. Sie empfindet mehr Selbstvertrauen . Angst hat nachgelassen. Gelassener geworden. Hat mehr Energie. Arbeit liebt sie wieder. Am Arm sind zwei braune Flecken aufgetaucht die aber wieder von alleine verschwunden sind. Sie sagt, das Mittel wäre ein Wundermittel, sie möchte es gerne weiternehmen.
Verordnung: Sepia LM 60
Am 18.12.02 Akut erkrankt. Grippaler Infekt Die Mittel Eup.- per. , Caust und Sulfur ließen sie sehr schnell wieder gesund werden.


Folgeanamnese 10.03.03
Weil es ihr so gut geht denkt sie immer daran das Mittel zu nehmen, sie vergisst es nie . Durch Sepia ist ihre Stimmung gut. Die Depression hat sich sehr verringert. Bis jetzt keine Migräne mehr gehabt. Sie wird oft nachts um 4 Uhr wach. Davor schläft sie gut. Sie sagt sie kann genau unterscheiden ob ihr Husten vom Rauchen oder von einer Erkältung kommt. Der Husten verhindert den Schlaf.
Kein Süßverlangen mehr. Keine Angst verlassen zu werden . Sie erzählt mir erst heute davon das sogar eine Trennung ins Haus stehen könnte. Sagt sie wäre stark.. Morgens ist sie nicht fit. Hat ein wenig geweint, sie kann sich nicht so öffnen. Mann geht viel alleine weg läßt sie alleine. Sie unternimmt jetzt auch mal alleine etwas. Sie sagt im Moment such ich mir das Beste raus um zu überleben. Sie hat viel Ruhe in Allem.
Kalte schweißige Füsse. Nachts schwitzt sie. Raucht im Moment sehr viel. Am rechten Ellenbogen ist eine Schleimbeutelentzündung, sie hat sich gestoßen bevor das losging. Die Stelle ist blau, geschwollen aber weich .
Verordnung: 4 Gaben Arnica in Folge, danach Silicea LM 6 dreimal täglich bis die Sache in Ordnung war.

Ab 7.04.03 mit Sepia LM 90


Folgeanamnese 23. 06 03
Sie will die Pille absetzen. Montags ist sie lustlos. Keine Kopfschmerzen mehr. Sie wird pünktlich um 5.30 wach. Es geht ihr gut morgens. Husten besser. Wieder mehr Süßverlangen. Der Mann ist ausgezogen. Sie verkraftet es gut. Schwitzen weniger. Gänsehaut ist weniger. Akut krank war sie seit her nicht mehr. Sie hatte immer mal Knieschmerzen die sind weg.

Verordnung. Sepia LM 120

Am 15.07.03 telefoniert. Es geht ihr so gut mit Sepia, sie ist sehr dankbar. Sie fährt alleine in den Urlaub.



Anmerkungen:
Da sie immer wieder nach Sepia verlangt und es auch immer noch gut tut, sehe ich keine Veranlassung das Mittel zu wechseln, obwohl ich aufgrund der ersichtlichen miasmatischen Belastungen in der Familie der Patientin, Folgemittel im Hinterkopf habe, vorausgesetzt der Organismus zeigt sie auch an. Sicherlich werden Mittel wie THUJA ,TUBERKULINUM und die Polionosode noch eine Rolle spielen.
In diesem Fallverlauf kann man erkennen das es möglich ist sämtliche Begleiterscheinungen der Menopause mit der homöopathischen Behandlung zu therapieren. Die homöopathischen Mittel haben ihre Arbeit gemacht trotz vorausgegangener, jahrlanger Einnahme von Hormonen.
Die Patientin ist bis heute noch in homöopathischer Behandlung allerdings benötigt sie nur noch in ganz großen Abständen ein Heilmittel.

Wichtiger Hinweis

Die Mittelverordnungen im Fallbericht sind nicht auf andere Personen übertragbar, da es sich bei einer homöopathischen, chronischen Behandlung immer um individuelle Verordnungen handelt. Auch wenn die Zustände ähnlich erscheinen so ist doch das Mittel immer auf den jeweiligen Fall bezogen. Aus dem Bericht soll lediglich hervorgehen was mit einer homöopathischen Therapie möglich ist.

Herzliche Grüße
Christine Häusler
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