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Das blutige Schröpfen

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Pierre Livingstone



Anmeldedatum: 09.11.2011
Beiträge: 1
Wohnort: 98527 Suhl

BeitragVerfasst am: 09.11.2011, 14:41    Titel: Das blutige Schröpfen Antworten mit Zitat

Das blutige Schröpfen!
Das hört sich brutal an, aber - richtig ausgeführt- entstehen kaum nennenswerte Schmerzen. Die Haut wird leicht angeritzt, und es werden Schröpfköpfe darüber gezogen.In den Schröpfköpfen besteht ein Vakuum, das Gewebswasser, Milchsäure und auch einwenig Blut aufsaugt. Daneben gibt es das sogenannte "trockene Schröpfen", welches jedoch einen anderen therapeutischen Hintergrund hat.
Wo nun wird das blutige Schröpfen eingesetzt?
Stellen Sie sich vor, Sie hätten eine Wirbelrotation im HWS-Bereich. Klar, Schmerzen entstehen! Darüber hinaus entsteht auch eine Bewegungseinschränkung, die einerseits zu einer erheblichen Dauerbelastung eines Muskels führt, andererseits bestimmt Muskeln nahezu lahm legt. Dort, wo der Muskel eine Dauerarbeit leistet (etwa um, wie in unserem Beispiel, den Kopf gerade halten zu können), wird er zusätzliche Kraft brauchen. Über die normale Kräftegewinnung - durch Oxidation - ist keine zusätzliche Kraft mehr zu gewinnen. Daher schaltet die Zelle des Muskelgewebes auf Vergehrungshaushalt um. Dabei wird die so genannte linksdrehende Milchsäure gebildet, die der Körper nur schlecht abbaut, zumal ja auch die Ursache nicht behoben ist. Diese Milchsäure drückt einerseits auf das feine Nervengewebe und verkürzt die Muskulatur andererseits noch weiter. Dabei entstehen zusätzliche Schmerzen. Während die Schmerzen, die durch die Nervenkompression des fehlerhaft stehenden Wirbels eher hell und stechend sind, sind die Schmerzen, verursacht durch die Milchsäure, eher dumpf und drückend. Es lohnt sich also danach zu fragen! Der übersäuerte Muskel ist nun verkürzt und ganz hart, und hält den ohnehin fehlerhaft stehenden Wirbel ganz fest. Hier tut sich von alleine nichts mehr!
Wer ist jetzt gefragt? Ist es der Chiropraktiker, der den Wirbel wieder in eine normale Lage bringen kann, oder der Neuraltherapeut, der die Schmerzen lindern kann, oder ein Heilpraktikerkollege, der schröpfen kann ?
Alle sind gefragt! Die Ursache muss weg (also der rotierte Wirbel)! Die Schmerzkette muss unterbrochen werden und die Milchsäure muss entsorgt werden. Letzteres geschieht durch das blutige Schröpfen. Man ist diese angesprochenen dumpfen Schmerzen dann sehr schnell los. Die Patienten atmen tatsächlich auf, sobald sie bemerken, dass die Symptome aufhören! Der Muskel allerdings bleibt zunächst noch knallhart und auch verkürzt! Es sind jetzt gezielte Bewegungsübungen notwendig, die vor dem Schröpfen nutzlos wären und auch schmerzhaft, die den Muskel wieder strecken. Geschieht das nicht, so wird der harte Muskel den Wirbel wieder in die pathogene Ausgangslage ziehen. Und das passiert eigentlich sehr häufig. Nur eine falsche Bewegung (zu diesem Zeitpunkt) und der Patient befindet sich wieder beim Chiropraktiker. Das ist auch ganz normal, denn man kann Muskel nicht einrenken. Dieser muss sich auf die richtige Position des Wirbels einstellen. Das geschieht allmählich. In der Regel muss der Chiropraktiker dreimal bis sechsmal tätig werden. Ohne das sogenannte blutige Schröpfen aber wird es schwierig werden, diese Therapie einwandfrei und dauerhaft anhaltend durchzuführen. Das Schröpfen dauert etwa 1/2 Stunde (mit entsprechenden Vorbereitungen). Vor dem Schröpfen wird die Hautoberfläche mit einem Infrarot-Strahler bestrahlt, damit der Muskel wenigstens einigermaßen geschmeidig wird. Die Schröpfköpfe bleiben etwa 10 Minuten auf ihrer Position. Nach dem Entfernen wird
die Milchsäure, das Blut usw. entsorgt und die Wunde desinfiziert und verbunden. An diesem Tag sollte man die Dusche und das Bad meiden. Es kann zu leichten Narben kommen. Wie wir gesehen haben, verschwinden diese mit der Zeit.Aber der Patient sollte davon Mitteilung erhalten! In ärztlichen Praxen wird die blutige Schröpfung kaum mehr angewandt. Hier hilft man sich manchmal mit Entwässerungstabletten, die jedoch eine ganz andere Wirkung haben und bisweilen, nämlich durch den Verlust an Mineralien bei der Entwässerung, auch Herzprobleme erzeugen können. Das blutige Schröpfen ist eine sehr alte Therapie. Aber nicht alles was alt ist muss zwangsläufig schlecht sein. Die meisten Heilpraktiker beherrschen das blutige Schröpfen. Am besten ist es aber, wenn der Kollege auch Chiropraktiker ist und Neuraltherapeut und zusätzlich das Schröpfen beherrscht. Das bieten nicht viele Praxen!
Pierre Livingstone
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