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Emotionen – Einsteigen und Austeigen

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Birgit Mies



Anmeldedatum: 06.11.2011
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 16.02.2012, 18:11    Titel: Emotionen – Einsteigen und Austeigen Antworten mit Zitat

Manchmal geraten wir in Situationen in denen wir uns emotional unwohl fühlen. Oft finden wir dann etwas in der Außenwelt, was wir dafür verantwortlich machen können: Chef, Arbeitskollege, Partner, Kinder, Eltern… jemand hat uns verletzt oder unangenehme Gefühle gemacht. In spirituellen Kreisen diskutiert man auch immer wieder so was wie schlechte oder negative Energie die im Außen ist, und vor der man sich schützen muss.

Für mich gibt es „schlechte Energie“ nicht. Wenn das hermetische Gesetz „Wie oben, so unten. Wie innen, so außen.“ richtig ist, gibt es da draußen nichts, was nicht genauso in mir ist. Trotzdem weiß ich aus eigener Erfahrung, dass Energie oder Emotionen von „außen“ mir manchmal richtig zusetzen. Früher hatte ich gar nicht den Eindruck, dass es von außen kommt und hab oft nicht verstanden was mit mir ist. Die Idee mich schützen zu müssen fand ich nicht besonders nützlich und hat auch nicht so einfach funktioniert. Außerdem wollte ich nicht noch weiter Mauern um mein Herz bauen. Dann habe ich mir vorgenommen: „Ich möchte in Verbindung sein mit allem was ist und gleichzeitig ganz bei mir sein bzw. bleiben können.“ Denn eigentlich wird ja nur ein Gefühl in uns aktiviert, was sowieso schon da ist oder wir erinnern uns daran, dass es mal da war. Wenn es sich um angenehme Emotionen handelt, ist es ja auch nicht schwierig, nur bei Wut, Schmerz, Traurigkeit o.ä. ist es unangenehm und oder manchmal zu viel.

In einem Traum hatte ich die Botschaft, dass es wichtig wäre alles zu fühlen was es gibt und auch jemals gegeben hat. Gleichzeitig aber auch den Hinweis, dass es mich überfluten würde wenn ich dies alles auf einmal zuzulassen würde, sondern dass es wichtig wäre, mir kleine Portionen zu gönnen. Und so hat es sich auch manchmal angefühlt, als würde mich etwas überfluten und es dann schwierig sein bei mir zu bleiben.

So habe ich das einsteigen und aussteigen gefunden. Wahrscheinlich können wir das eh gut, denn als Kind waren wir häufig Situationen ausgesetzt, in denen wir nicht aussteigen konnten und wir den Eindruck hatten, als wären wir der Umwelt ohnmächtig ausgeliefert. Um in diesen Situationen zu überleben ist ein Teil von uns oder unserer Seele innerlich weggegangen, während unser Körper weiterhin anwesend war. Ich vermute, dass wir das in schwierigen Situationen immer noch automatisch machen, es ist uns nur meistens nicht bewusst. Also habe ich versucht, mir das ein- und aussteigen bewusst zu machen und mit mir als Ganzes mit meinem Körper aus bestimmen Situationen wegzugehen.

Nachdem ich das eine Weile geübt hatte, begann sich meine Wahrnehmung zu verfeinern. Ich begann Worte zu finden für das Gefühl, das ich wahrnahm und es dann auch auszudrücken, je nachdem mit welchen Menschen ich zusammen war. Und das veränderte dann sofort mein Befinden und ich glaube auch das von Menschen um mich herum. Denn wenn ich ein Gefühl erkenne und es ausdrücken kann, dann kenne ich es! Ich habe es in mir. Und ich kann es vollkommen wertfrei ausdrücken und muss nicht jemanden beschuldigen mich verletzt zu haben oder mir unangenehme Gefühle gemacht zu haben. Wenn ich in Frieden bin mit allem was in mir ist, kann ich einfach wahrnehmen was ist. Es geht nicht darum etwas auszuhalten was unangenehm ist, denn wir sind noch auf dem Weg und dürfen Geduld mit uns haben. Und kreativ Ausschau halten, wie wir unsere jeweilige Situation verbessern können.

Wenn ich mit vielen Menschen in einem Raum bin und unterdrückte Emotionen wahrnehme, ist es mir manchmal auch zu viel, besonders wenn ich nicht die Möglichkeit habe mich auszudrücken. Hier habe ich schon verschiedenes ausprobiert: Ich verlasse den Raum, sammele mich, so dass ich wieder ganz bei mir ankomme und gehe dann zurück. Manchmal reicht es auch aus einen anderen Platz zu finden, sich im Raum etwas außerhalb zu setzen. Während eines Vortrages habe ich mich mal an eine Wand gelehnt, das hat sich angefühlt wie weiter draußen zu sein. Hilfreich ist auch meine Arme etwas nach oben zu nehmen, oder mich zu stellen wenn die anderen sitzen, das fühlt sich an wie dem Himmel näher zu sein. Aber es kommt auch vor, dass ich einfach gehe und stattdessen etwas anderes mache.

Ich glaube, es ist eine wertvolle Fähigkeit Energien wahrnehmen zu können. Man kann sie nicht sehen, aber sie sind da und sie beeinflussen uns. Und wenn immer mehr Menschen diese Fähigkeit entwickeln und insgesamt Gefühle wieder mehr Raum in unserer Gesellschaft haben dürfen, sind wir auf einem guten Weg zu einem achtsamen miteinander.
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