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Psyche und Körper, wie gehen sie sie zusammen?

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Irene



Anmeldedatum: 24.11.2006
Beiträge: 18
Wohnort: Nähe Celle

BeitragVerfasst am: 03.12.2006, 18:29    Titel: Psyche und Körper, wie gehen sie sie zusammen? Antworten mit Zitat

Immer wieder einmal gibt es Autoren, die beschreiben, wie Körper und Psyche zusammengehören. Weit bekannt ist sicherlich aus den Siebziger Jahren das Buch: Krankheit als Weg.
Seit dem ist viel passiert. Die psychosomatische Medizin kennt den Zusammenhang zwischen Körper und Psyche, oder glaubt ihn zu kennen.
Da lese ich in einem Bericht eines deutsch-schweizerischen Kongresses, dass die Beobachtung gemacht wird, dass Rheuma-Patienten bemerkenswert ähnliche Verhaltensweisen zeigen, nämlich mit ihren Gefühlen hinterm Berg zu halten.
Da kommt jemand in die psychotherapeutische Praxis mit starken Kopfschmerzen. Nach der Stunde sind die Kopfschmerzen weg...
Ich möchte hier einmal auf interessante neurobiologische Zusammenhänge hinweisen.
Joachim Bauer, Professor an der Uni Freiburg hat dazu ein bemerkenswertes Buch geschrieben: "Das Gedächtnis des Körpers". In diesem Buch fasst er weltweit erfolgte Studien allgemeinverständlich zusammen und schlussfolgert, dass eine Medizin ohne Psychotherapie und eine Psychotherapie ohne Medizin heute keinen Sinn mehr machen.
Wie begründet er das?
Zweifelsfrei steht fest, dass unser Gehirn die Steuerungszentrale für unser Denken unser Fühlen und unsere Organfunktionen ist.
Jede Wahrnehmung durch die Augen und Ohren, Haut und Geschmacksnerven usw. landet in dieser Zentrale und wird gefilter. De Filterung ergibt eine "Weiterverarbeitung" in die neuronalen Netzwerke.
Wenn die Wahrnehmungsreize angenehm sind, reagiert das Nervenzellsystem mit der Ausschüttung entsprechender Hormone, wir lachen oder aalen uns in Wohlbefinden und entspannen.
Sind die Wahrnehmungsreize aber unangenehm, muss das Zentrum gegenhalten, gegensteuern und versuchen, zu kompensieren. Beispiel: Eine Wahrnehmung von Dunkelheit + Enge + Alleinsein erzeugt: Angst- oder Panikgefühle. Reaktion darauf: Flucht- oder Kampfbereitschaft oder Lähmung/ Angststarre.
Diese Reaktionen werden durch bestimmte Peptide, das sind Eiweißverbindungen in Sekundenschnelle erzeugt. Der Mensch reagiert ja auch in Sekundenschnelle und rennt weg oder wehrt sich oder erstarrt.
Das alles geschieht in wechselseitiger Wirkung zwischen Wahrnehmung - Gehirnverarbeitung und Körperreaktionen.
Wenn z.B. Angsterlebnisse in der Kindheit häufig eine Rolle spielten, merkt sich das Gehirn die gefährlichen Situationen und reagiert schon im Vorfeld mit Ängstlichkeit auf bestimmte Anzeichen.
Das ist das Prinzip, wie unser Organismus arbeitet. Davon gibt es keine Ausnahme. D.h. jede Reizverarbeitung hinterläßt im Gehirn ihre neuronalen Spuren.
Und nun können wir uns fragen, gilt das für alle Organveränderungen, wenn es ein Prinzip ist,
haben z.B. alle Angsterkrankungen, alle Gefühlserkrankungen (wie Depressionen, chronische Krankheiten, partielle Organstörungen wie Tinnitus, Augenkrankheiten, Knochenverschleiß, Nackenverspannungen solch eine Erlebnisgrundlage?
Ich bin gespannt auf Fragen oder Kommentare
Irene
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HpMueller



Anmeldedatum: 09.11.2006
Beiträge: 43
Wohnort: Gelsenkirchen

BeitragVerfasst am: 11.12.2006, 15:08    Titel: Ganzheitlicher Ansatz auch in der Psychotherapie Antworten mit Zitat

Liebe Irene,
Ihre Beiträge im Forum Alternative Krebstherapien sind auch für mich sehr interessant. Jetzt schreibe ich aber mal lieber in diesem Forum, weil es nicht allein um Krebstherapie oder Psychotherapie oder Homöopathie geht sondern um die ganzheitliche Betrachtung einer gesundheitlichen Störung, bei der auch die Seele betroffen ist.
Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie schrieb, dass zuerst die "Lebenskraft" gestört wird. Normalerweise ist diese Kraft in der Lage, selbst mit der Störung fertig zu werden. Wenn der schädigende Einfluss aber zu massiv ist oder zu lange andauert, kann sie sich nicht mehr selbst helfen. Zunächst wird versucht, die Bedrohung zu einer Stelle zu verlagern, die weniger bedrohlich für die Existenz des Menschen ist. Die Körperebene soll abfangen, was für die Psyche nicht zu bewältigen ist. Tics und psychosomatische Erkrankungen können auf diese Weise entstehen. Leider ist es nicht immer möglich, über diesen Mechanismus die schlimmen Folgen der Einwirkungen abzufangen. Depressionen, Psychosen usw. entstehen. Homöopathische Arzneimittel bewirken, wenn sie gut gewählt sind, eine Stärkung der Lebenskraft und damit eine Veränderung auch auf der seelisch/geistigen Ebene.
Die chinesische Medizin sieht das ähnlich. Wenn das Qi stagniert, wird der Mensch krank. Das Qi ist nicht greifbar. Es ist die Kraft, die alle Lebensvorgänge steuert. Wenn man so will, die Lebensenergie oder Lebenskraft.
Wenn wir uns nun vorstellen, dass jede Zelle unseres Körpers ein kleines Kraftwerk ist, in dem ständig Energie fließt, und dass jede einzelnen Zelle mit jeder anderes Zelle des Körpers über den Austausch von Energie in Verbindung steht, können wir uns auch vorstellen, dass Energie, woher auch immer sie kommt, positiven oder negativen Einfluss darauf haben kann. Psychotherapie oder Homöopathie, die Nadel bei der Akupunktur und alle anderen Therapieverfahren, sind letztendlich Energie, die auf den Menschen einwirkt. Diese Energie ist meines Erachtens am besten eingesetzt, wenn nicht isoliert ein Symptom des kranken Menschen behandelt wird, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit. Körper, Geist und Seele; Gegenwart und Vergangenheit.
Schöne Grüße
Marion Müller
_________________
Gandhi: "Homöopathie ist die modernste und durchdachteste Methode um Kranke ökonomisch und gewaltlos zu behandeln." www.homeopathie-praxis.de
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Irene



Anmeldedatum: 24.11.2006
Beiträge: 18
Wohnort: Nähe Celle

BeitragVerfasst am: 11.12.2006, 18:13    Titel: Re: Ganzheitlicher Ansatz auch in der Psychotherapie Antworten mit Zitat

Hallo Marion Müller,
danke für Ihre Rückmeldung.
Zu Ihrem Beitrag hier.
Die energetische Betrachtung finde ich höchst interessant, ist doch die Energie Basis aller Materie.
Worte sind auch Materie und Ideen.
Ein Aber würde ich hinzufügen. Wenn es Worte sind, die dem Befinden Schaden, also Hassworte zum Beispiel oder verächtliche Äußerungen, oder Todesprognosen, wie ich es gerade miterleben musste, dann entstehen eben auch Wirkungen, die sich substantiell für die Hormonlage und die Ausschüttung z.B. von Adrenalin usw. auswirken. So gesehen wirkt eben alles aufeinander ein. Darum ist es meiner Meinung nach wichtig, dass der einzelne Mensch in der Balace ist, dass die Familie und die Kommune und schließlich der Staat in der Balance ist. D.h. natürlich nicht, dass es konfliktfrei zugeht.
Von der Homöopathie verstehe ich sehr wenig, auch von der chinesischen Denkweise, aber mir scheint das ganzheitliche Verständnis des Menschen über sich selbst, in der Natur und im Kosmos zentral wichtig sind und immer wichtiger werden.
Herzlichen Gruß
Irene
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